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Ist John Carmack ein Ludologist???

25. April 2005

Beim Lesen folgendes Zitates kam es mir so vor als ob John Carmack wohl ein Ludologist (im radikalen Sinne) sei und kein 'narratoligist' 'narratavist'.

“Story in a game is like a story in a porn movie. It's expected to be there, but it's not that important.”

[John Carmack - Wikiquote]

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  1. 3. Mai 2005, 03:39 | #1

    Ja, Hezekiel, Atmosphäre. Ist ein guter Punkt. Man kann sie weder zur Story noch zum Gameplay rechnen, und sie ist letztlich wahrscheinlich das artistischste (Anglizismus) an vielen Computerspielen. Das würde auch zur Lösung des Problems beitragen, das ich in einer Unterredung mit Mike zu diesem Thema einmal hatte: Wie kann man konsequent die Ansicht vertreten, daß allein das Spielprinzip wichtig sei und nicht die Story, ohne dann auch zu sagen, daß jede Form der graphischen Darstellung, die nicht allein dem Spielprinzip dient, überflüssig sei? Kontraste ja, Farben nein, DN3D als Film Noir..?
    Du hast Recht mit der Atmosphäre (apropos Film Noir…). Über die muß man, anders als über die Geschichte, nicht nachdenken, die hat man im Gefühl. Gerade erinnere ich mich auch daran, wie ich in einem Level von Doom ganz inbrünstig die Begleitmelodie mitsummte. Das war alles so sexy.
    Aber eigentlich sollte ich darüber nicht reden; mir fehlt die Praxis. Ich bin Theoretiker. Typisch für Universitätsstudenten.
    (Quake II war übrigens Müll im Vergleich mit Quake I, und Quake III habe ich nie gespielt.)

  2. Hezekiel
    1. Mai 2005, 15:58 | #2

    Danke für die Einladung, Dude, aber das wird nichts. Viel Erfolg!

  3. admin
    1. Mai 2005, 14:33 | #3

    *juchhu*

    endlich habe ich auch die bekannte "narratology vs. ludology" bei mir im Blog. =)

    Wen das Thema interessiert, der sollte am Dienstag morgen mal in A107 reinschauen. Ich werde mich die letzten 10 Minuten meines Referates zur "Theorie des Spiels" auch dieser Debatte widmen…

  4. Hezekiel
    1. Mai 2005, 14:18 | #4

    Jaja, Herr Dave, daß mag ja stimmen. Wir können uns auch über Geschmack streiten, darüber geht's am besten. Vielleicht kann man in die angenommene Gameplay/Story Dichotomie vielleicht noch den Unterbegriff der Atmosphäre einbauen. Das mag zwar etwas blöd klingen, aber die Welt des Duke hatte durch die eingebauten Elemente sehr viel mehr als Q2 oder Q3. Ich würde auch heute immer wieder mal den Duke rocken lassen, als Quake zu zocken ("I ain't afraid of no Quake."). Mehr Farbe.

  5. 1. Mai 2005, 14:06 | #5

    Ich spiele ja schon seit Ewigkeiten nicht mehr; dementsprechend sind bei meinen Lieblingsegoshootern noch solche Perlen wie Doom, DN3D und Quake. Doom und DN3D habe ich durchgespielt, bei Quake kam was dazwischen. Durchgespielt habe ich außerdem Jedi Knight, aber meine Erinnerungen daran sind bei weitem nicht so freudig wie die an die drei anderen. "Die Welt ist in Gefahr, rette sie, Du Monster!" hat mir als Mission Statement immer genügt. Darauf entwickelte sich dann langsam eine immer bizarrer werdende Geschichte auf einem Pfad aus Blut und Leichen. Die Geschichte war zwar nicht besonders komplex und aufregend. Aber die Momente, in denen man sie schrieb, die Spielgegenwart, die war es. Wenn ich bei DN3D durch Lüftungsschächte voller Face Hugger kroch, dann mußte ich nicht darüber nachdenken, ob denn nun die dunkle oder die 'helle' Seite der Macht sexier ist, und ich hätte das auch in diesem Moment nicht toll gefunden. Ich mußte überleben, töten und "rip off your head and shit in your neck!" Genug.
    Letztlich ist das ganze eine Geschmacksfrage. Aber mir geht bei solchen Spielen die Story sonstwo vorbei. Für Stories gibt es ja die Adventures.
    Pornographie? Vielleicht; auf einer Ebene. Aber im Gegensatz zur filmischen Pornographie tut man ja etwas. Wenn Pornographie nun als 'kunstlos' definiert ist (wie Du mal sagtest, Hezekiel), dann stellt sich zumindest die Frage, ob ein Spiel denn als Spiel kunstlos ist; letztlich also Gameplay-Fragen; auch KI u. dgl. Wenn das nicht zutrifft, dann ist es zumindest nicht völlig pornographisch.

  6. Hezekiel
    1. Mai 2005, 13:13 | #6

    "Philosophie dahinter" klingt irgendwie nicht so begeistert. Ich kenne mich ja mit der Materie nicht im Geringtsten aus, aber ist es nicht schöner, wenn eine Geschichte Interesse an der Sache entwickeln läßt und die 'Spiel'welt spannender wird?
    Darf man dann wohlwissentlich behaupten, daß GTA-SA Fans alle eifrige Pornographiekonsumenten sind?

  7. 27. April 2005, 15:19 | #7

    Aber die Philosophie dahinter hat sich bei ihm mindestens bis Quake III Arena gehalten.

  8. 27. April 2005, 01:34 | #8

    Ist das Zitat nicht schon sehr alt? Ich meine, das sei aus einem Interview über Quake I.

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