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Videoüberwachung und Rassismus

18. Juli 2005

“Beckstein forderte in der Welt am Sonntag, in Deutschland lebende Muslime müssten bereits dann abgeschoben werden können, wenn sie eine der Verfassung widersprechende Gesinnung propagieren. Zudem sollten Moslems, die nach Deutschland einreisen, eingehender auf eine islamistische Gesinnung überprüft werden. In einem dpa-Gespräch plädierte er für eine Doppelstrategie: Fundamentalisten müssten scharf überwacht …

Nach Erfolgen bei der Fahndung in London hatten sich Unions- und SPD-Politiker für eine gezielte Ausweitung der Videoüberwachung ausgesprochen. Eine flächendeckende Beoachtung lehnen die Parteien als zu große Einschränkung der Bürgerrechte ab. Die Videoüberwachung öffentlicher Plätze ist laut Focus eine effektive Maßnahme zur Verbrechensbekämpfung. Die Zahl der Straftaten an kontrollierten Plätzen in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen sei zurückgegangen.”

[heise online - FDP und Grüne kritisieren Schily und Beckstein in Sicherheitsdebatte]

und dann sag mir nochmal einer, dass Videoüberwachung nichts mit Rassismus zu tun hätte… (vielleicht hat mich auch nur der gute Herr Fiske ein bisschen zu sehr manipuliert, aber ich kann mir nicht helfen da einen Zusammenhang zu sehen)

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  1. 30. Juli 2005, 18:57 | #1

    >Ich meine, dass Videoüberwachung an sich keinen neuen rasissmus nährt.

    OK, dem würde ich zustimmen. Bestehende Verhältnisse werden dahingehend eher reproduziert als neu geschaffen. Ansonsten kein Grund zum Selbstangriff ;-)

  2. christian
    22. Juli 2005, 11:28 | #2

    ja, kann er… war auch nicht mein punkt, dann lass die nazis weg. wollte damit nur verdeutlichen, dass man nicht ständig nach möglichst starken formulierungen suchen sollte.

    lass den letzte absatz aus und versuche mit ein wenig großzügigkeit zu verstehen, was ich sagen sollte. Ich sollte mich besser mal an meinen eigenen Rat halten, was die formulierungen angeht.

    oder, um es doch mal kurz zu erklären:
    Ich meine, dass Videoüberwachung an sich keinen neuen rasissmus nährt. Da wo rassistische Elemente in den Sicherheitsinstitutionen sind, werden sie diese, wie alle anderen Methoden, für ihre Zwecke mißbrauchen. (man könnte jetzt auch die antideutschendebatte aufmachen, aber das führt zu weit, also unterestellen wir, dass es wirklich nur "elemente" sind.) Aber, durch hypothetisches Abhängen der Kameras sinkt doch nicht die Verbreitung von rassistischen Ansichten und Gedanken.

    Ich denke, das es bessere Argumentationen gegen ausufernde Überwachung gibt. Das diese von rassistisch Gesinnten gegen Minderheiten eingesetzt werden ist wahr, aber ein völlig anderes Problem (was den rassismus angeht).

    Ach ich könnte mich ja selbst schon wieder angreifen, was ich da so schreibe, aber der Tag ist noch jung und damit soll es mal gut sein.

  3. 21. Juli 2005, 17:33 | #3

    selbstverständlich wird durch videoüberwachung und der daraus resultierenden selektiven beobachtung rassismus gefördert, nur brauchts dazu keine nazis. kann christian rassismus und nationalsozialismus trennen?

  4. admin
    18. Juli 2005, 16:55 | #4

    Ich habe nicht gesagt, dass Videoüberwachung rassistisch ist; ich sagte lediglich, dass ich einen Zusammenhang sehe.
    Ich glaube, Fiske würde das als "nicht-rassistischen Rassismus" ansehen (siehe Beitrag vor dem hier).

  5. christian
    18. Juli 2005, 16:52 | #5

    Ich sag es gerne: Videoüberwachung hat an und für sich nichts mir Rassismus zu tun!

    Den Zusammenhang möge man mir erläutern. Mal abgesehen davon, dass Herr Beckstein meiner Meinung nach ein Rassist ist und so oder so ne Meise hat, lässt das nicht den Schluss zu, dass alle Befürworter von Videoüberwachung rassitische Tendenzen aufzeigen.

    Man kann auch ohne gleich mit der "Nazi-Keule" zu schwingen wider Videoüberwachung argumentieren, aber wie hies es hier neulich so schön in nem comment zu nem anderen Thema? "Unter Nazi geht nichts!"

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