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Archiv für Februar, 2006

Regierungserklärung des Hessischen Innenministers Volker Bouffier

28. Februar 2006 3 Kommentare

“Lassen Sie mich in diesem Zusammenhang einen wichtigen Baustein nennen, mit dem wir in Hessen ganz konkret zur Verbesserung der Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger beitragen – die Videoüberwachung.

Von der hessischen Polizei werden derzeit – in Kooperation mit hessischen Kommunen – insgesamt 37 Videokameras zur Bekämpfung von Kriminalitätsbrennpunkten auf öffentlichen Straßen und Plätzen eingesetzt. Damit sind wir in Hessen – was die Zahl der Kameras angeht – bundesweit vor Bayern (21 Kameras) und NRW (19 Kameras) führend.

Die bisher gemachten Erfahrungen in Hofheim, Frankfurt, Fulda, Limburg, Kassel, Gießen, Wiesbaden, Darmstadt und Offenbach zeigen, dass Kriminalität sowohl in den videoüberwachten Bereichen als auch im Umfeld zurückgeht. Straftäter werden wegen des Überwachungsdrucks, der durch die Videoanlagen erzeugt wird, an diesen Orten abgehalten, ihre Taten auszuüben. Alle Erfahrungen und Erkenntnisse weisen aber aus, dass solche Verlagerungen niemals im Verhältnis 1:1 stattfinden. Eine Verdrängung findet nur teilweise statt, denn die Tatgelegenheitsstrukturen eines kriminalgeographischen Raumes, die kriminogene Situation und das kriminelle Milieu lassen sich nicht einfach in einen anderen Raum übertragen. Und daher werden mit der Videoüberwachung auch kriminelle Strukturen, die von bestimmten Örtlichkeiten abhängig sind, zerschlagen – ohne dass sich eine solche Szene anderswo wieder bildet. Die Gegebenheiten der Konstabler Wache in Frankfurt sind nun mal im Main-Kinzig-Kreis nicht vorhanden.

Wenn wir zum Beispiel nach Frankfurt blicken, so stellen wir fest, dass die Zahl der Straftaten in den videoüberwachten Bereichen insgesamt deutlich gesunken ist. Zudem ist es uns im Bereich der klassischen Kontrolldelikte wie zum Beispiel bei der Rauschgiftkriminalität durch den deutlich erhöhten Kontrolldruck gelungen, einen größeren Teil des Dunkelfeldes aufzuhellen.

Die Videoüberwachung stößt auf eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung! So befürworten – einer Allensbach-Umfrage aus dem Jahr 2004 zufolge – 78% aller Deutschen eine verstärkte Videoüberwachung an öffentlichen Orten. Aus den genannten Gründen ist – und bleibt – die Videoüberwachung an Kriminalitätsschwerpunkten ein wesentlicher Bestandteil unserer Sicherheitskonzeption – und wir setzen uns als Landesregierung auch weiterhin dafür ein, dass unsere Städte- und Gemeinden diesen Weg zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger mit uns gemeinsam gehen.

Ganz konkret möchte ich hier zum Beispiel auf Frankfurt eingehen: Auf Grund der dortigen durchweg positiven Erfahrungen schlägt die Polizei dort eine Ausweitung der Videoüberwachung auf weitere Bereiche vor – genannt sind hier etwa der Bereich der Hauptwache, der Bahnhof Sportfeld, der Bereich um den Römer und weitere Bereiche im Bahnhofsgebiet. An all diesen Stellen könnte – so die Aussage der Fachleute – eine Videoüberwachung deutlich zur Verbesserung der Sicherheitslage beitragen.

Ich muss gestehen, angesichts dieser eindeutigen Aussage ist mir – und ich bin sicher auch vielen Bürgerinnen und Bürgern – vollkommen unverständlich, warum einige der kommunalpolitisch Verantwortlichen in Frankfurt sich immer noch so vehement gegen eine entsprechende Verbesserung der Sicherheitslage wehren.

Ideologische Gründe für eine solche Haltung mag es zur Genüge geben – ein sachliches Argument, den Bürgerinnen und Bürgern unserer hessischen Metropole ein solches Stück mehr an Sicherheit zu verwehren, vermag ich jedoch nicht zu erkennen.”

[Landesportal Hessen - Startseite]
Ohne Worte…, der Herr Bouffier kann sich wirklich freuen, dass ich ihn noch nie… ach…, lassen wir das… und solche Spinner regieren unser Land. Ich hoffe, Ihr wisst wo Ihr bei der nächsten Wahl nicht Euer Kreuzchen macht!

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Hessen bekommt Studiengebühren?!

28. Februar 2006 Comments off

“Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen werden jedoch im Wintersemester 2006/07, spätestens aber ab dem Sommersemester 2007 allgemeine Studiengebühren im Umfang von bis zu 500 %u20AC pro Semester einführen. Sie berufen sich auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das die von der früheren rot-grünen Bundesregierung gewährte Garantie eines gebührenfreien Erststudiums im Januar vergangenen Jahres für verfassungswidrig erklärte.”

[TP: "Wir wohnen jetzt hier!"]
höäh? Ich dachte, wir in Hessen sind zumindest momentan noch geschützt. Hat da irgendwer Informationen, ob sich etwas an der hessischen Verfassung geändert hat?

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Blogger-Chat am Mittwoch um 17 Uhr

25. Februar 2006 Comments off

“So! Am Mittwoch, dem 1. März ist Blogger-Chat in #de:blogs auf irc.freenode.net. Hab ich mal eben einfach so beschlossen, denn wir hatten das schon ne ganze Weile nicht mehr. Also auf zum gemütlichen Beisammensein! Spread the word.”

[PlasticThinking: Moe's Blog. Leben und Lernen auf dem Web.]

Ich weiss zwar noch nicht, ob ichs schaffen werde da zu sein, aber probieren werd ichs auf jeden Fall, ausserdem ist der Eintritt frei.

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Clash of Realities

25. Februar 2006 1 Kommentar

“Clash of Realities. Computerspiele und soziale Wirklichkeit” ist der Name der 1. International Computer Game Conference Cologne “Clash of Realities”, die vom 22. – 24.03.06 in der Fachhochschule Köln stattfindet und veranstaltet wird von der Fachhochschule Köln und Electronic Arts.

Ziel dieser Konferenz ist es, laut Veranstaltern, Aspekte von Computerspielen, welche in der öffentlichen Debatte gerne übersehen, ausgelassen oder verleugnet werden, stärker zu betonen und zu vermitteln. Gesetzt wurden drei Themenschwerpunkte: Virtuelle und realle Welten, Online-Spiele und Soziokulturelle Fragen.

Von den Sprechern sind mir lediglich Espen Aarseth durch sein Buch “Cybertext: Perspectives on Ergodic Literature” bekannt, der den wissenschaftlichen Eröffnungsvortrag halten wird und Jürgen Fritz, Autor des Buches “Warum Computerspiele faszinieren” und Mitglied der spiel* Mailingliste.

Da Köln zum Glück nicht so weit weg ist, kann ich wohl jeden Tag von Marburg aus hinfahren… oder ich besorge mir eine billige Unterkunft. Je nachdem, was mich finanziell billiger kommt… oder falls mich eine nette Person aus Köln rein zufällig für ein paar Tage aufnehmen möchte…? ;-)

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Alfred Schütz für Zwischenprüfler

24. Februar 2006 4 Kommentare

“Nach Schütz ist die Ich-Du-Beziehung, die eines Ich zu einem Du, konstitutiv für den sinnhaften Aufbau der sozialen Welt. Diese intersubjektive Beziehung ist aber nicht sprachlich fundiert, sondern die Sprache hat ihr Fundament in der intersubjektiven Beziehung zwischen einem Ich und einem Du, zwischen Ego und Alter. Dies ergibt sich aus der phänomenologischen Prämisse, dass alles Sprachliche sich auf vorsprachliche Bewusstseinsintentionalitäten zurückführen lasse.”

[Schützeichel, Rainer (2004): Soziologische Kommunikationstheorien, Konstanz: UVK. S. 127]

Mmmmhhh…, was kann das denn nur heissen?
Momentan sitze ich (so wie die letzten Tage und auch die kommenden) an meiner Vorbereitung zu meiner Zwischenprüfung im Magister Hauptfach Medienwissenschaft an der Philipps-Universität Marburg. Ich führe meine Vorbereitung wohlgemerkt online im Experimentellen Wiki in der Kategorie:Medientheorie. Inhaltlich gehts um verschiedene Kommunikationsmodelle und Theorien schlauer Köpfe, wie Alfred Schütz, George Herbert Mead, Erving Goffman und Pierre Bourdieu.
Falls jemand mal reinschauen möchte und hilfreiche Ratschläge oder Links hat, bin ich dankbar.

Aber kommen wir nun zu obigem Zitat:
Also der phänomenologischen Prämisse kann ich ja noch folgen: Man kann nix sagen, was man nicht vorher gedacht hat. In Schütz Terminologie: Ohne Um-Zu-Motiv wird man nicht sprechen.
Ich verstehe allerdings nicht, wieso daraus folgert, dass “die Sprache ihr Fundament in der intersubjektiven Beziehung” habe. Ich meine, das eine hat doch nichts mit dem anderen zu tun, oder?

Da find ich Lias Argumentation, dass Sprache ihr Fundament in der intersubjektiven Beziehung habe, weil eine Person alleine gar keine Sprache bräuchte, plausibler. Auch der erste Satz ist für mich nicht nachvollziehbar. Wer kann helfen???

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Spitzenforschung

23. Februar 2006 2 Kommentare

“Spitzenforschung “funktioniert nicht nach dem Top-down-Prinzip”, sagte Winnacker der Zeitung.”

[heise online - Deutsche Wissenschaftsmanager gegen europäisches Elite-Institut]

Hat er damit Recht… ?

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Hah!… aber der BND ist doch lieb… Pustekuchen!

23. Februar 2006 1 Kommentar

“Ströbele sagte am Mittwochabend nach Ende der PKG-Sitzung, anders als Regierung und Koalition “sage ich ganz eindeutig, dass die zwei BND-Mitarbeiter in Bagdad auch militärische Objekte aufgeklärt und nach Deutschland zur Weitergabe an US-Stellen weitergeleitet haben”. Es habe vier schriftliche Meldungen mit elf Zielen gegeben, die auch tatsächlich an US-Stellen weitergegeben worden seien.”

[BND-Affäre: Regierung veröffentlicht Bericht | tagesschau.de]

Sollte der Herr Ströbele, der einer der wenigen Politiker ist, die ich in irgendeiner Form schätze, damit Recht haben, sollten hier einige Köpfe rollen…, dass dies nicht passieren wird, weiss ich leider auch. Schließlich können “die da oben” ja machen was sie wollen, egal wie krass es ist, ohne das es jemanden stört…
Ich frag mich dabei ja immer, sind die Leute einfach zu blöd, um zu kapieren, dass sie einfach nur von hinten nach vorne belogen werden oder ist es ihnen einfach egal…?

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“eye trash” Termin unbekannt

20. Februar 2006 2 Kommentare

Über eye trash berichtete ich ja schon mal. Wenn man sich jetzt die Homepage anguckt, heisst es nur noch lapidar, dass der Termin für das Festival aufgrund von Finanzierungsproblemen leider noch nicht feststeht. So scheint das Festival gestorben zu sein bevor es überhaupt stattgefunden hat…

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Schäuble will Verhaltenskontrolle bei Fußball-WM

18. Februar 2006 1 Kommentar

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble will während der Fußball-WM alle öffentlichen Übertragungen auf Großleinwände mit Videokameras überwachen lassen.


Überwachung via Kamera sei ein wesentlicher Bestandteil bei der Gewährleistung von Sicherheit, so Schäuble laut “BamS” weiter. Die Erfahrungen beim Münchner Oktoberfest belegten, “dass die Sicherheit auch bei Großveranstaltungen schon alleine dadurch zunimmt, dass den Teilnehmern die Tatsache der Videoüberwachung bekannt ist”.

[Schäuble will Videoüberwachung bei Fußball-WM | tagesschau.de]

Das er so unverblümt zugibt, dass es in der Tat bei Videoüberwachung zu einem großen Teil um Verhaltenskontrolle geht, überrascht mich jetzt aber doch… und was noch schlimmer ist: Es scheint niemanden zu stören…

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Aus gegebenem Anlass

18. Februar 2006 11 Kommentare

Aus gegebenem Anlass möchte ich hier kundtun, dass das Lied “teenage dirtbag” von der Band “wheatus” ist und nicht von “weezer” oder gar “Green Day“.

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