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Archiv für Mai, 2006

Petition an den Hessischen Landtag – Helft mit!

31. Mai 2006 Kommentare ausgeschaltet

“Petition an den Hessischen Landttag "Stoppen Sie die geplante Enführung von Studiengebühren!" – Helft mit und sammelt bis zum 30.6.06 Unterschriften.

Achtet beim Ausdrucken bitte unbedingt darauf, sie auf EIN Blatt, also beidseitig, auszudrucken. Sonst können die Unterschriften leider nicht gewertet werden!!! Außerdem muss der Bogen in Druckbuchstaben und leserlich ausgefüllt werden. Die ausgefüllten (und auch die teilweise ausgefüllten) Bögen könnt ihr an die auf der Rückseite der Petition angegebene Adresse senden oder einfach beim AStA Giessen abgeben.

Vielen Dank an alle Helfer!

petition_bfub.pdf

Bürgerinitiative für uneingeschränkte Bildungschancen (BfuB)
(Kontakt: bfub@gmx.de)”

[AStA der JLU Gießen » Home]

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gewagte These

30. Mai 2006 3 Kommentare

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Computer sind einfach die besseren Menschen.

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Suche Zimmer zur Zwischenmiete in Bonn

30. Mai 2006 1 Kommentar

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Vom 14.08.06 – 13.10.06 werde ich in Bonn sein, um ein Praktikum bei der bpb zu machen. Für diesen Zeitraum suche ich ein kleines, preiswertes Zimmer in Bonn. Praktisch wärs, wenn sich dieses Zimmerchen auch noch in Laufweite zur bpb in der Adenauerallee befände. ;)
(Für den Namen des Stadtteils wäre ich sehr dankbar, erleichtert er doch die Wohnungssuche ungemein. Ne kleine Karte gibts hier.)
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Schwerverletzter Demonstrant in Giessen

26. Mai 2006 Kommentare ausgeschaltet

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Wie Moe schon schrieb, handelt es sich bei dem schwerverletzten Demonstrant in Giessen um einen guten Freund von mir. Ich war gestern Abend in der Unfallchirurgie der Uni-Klinik Giessen und stattete ihm einen Krankenbesuch ab. Ich war wirklich positiv überrascht, denn als ich hörte, dass er vom Zug erfasst wurde, ging ich vom schlimmsten aus. Er erlitt einen offenen Unterschenkelhalsbruch, die 1. OP verlief super und sollte es nicht zu unerwarteten Komplikationen kommen, dürfte wohl alles fast wie neu werden. Die nächsten Wochen wird viel gelegen, dann noch zwei OPs und dann ein paar Wochen Physiotherapie.
Wir sprachen auch darüber, wie es überhaupt zu dieser Aktion kam und was das sollte. Seine Erinnerungen sind relativ stark getrübt, was die letzten Momente vorm Zusammenstoß anbelangt und so ganz ist ihm nicht klar wieso er als letzter noch auf den Gleisen war. Die Zeugenaussagen widersprechen sich da anscheinend auch ein bisschen und das er sich nicht genau erinnert, wundert mich nicht. Von einem Zug angefahren zu werden, verwirrt einen schon ziemlich.

Auf jeden Fall hat dieses Beispiel gezeigt, wie wichtig es ist auf Demos und bei Aktionen einen klaren Kopf zu bewahren. Autobahn- und Gleisblockaden sind nun mal etwas, was echt gefährlich ist und was man nicht leichtfertig in blindem Aktionismus ohne Sicherheitsmaßnahmen machen sollte. Daher nochmal der Appell an Alle: Bewahrt einen klaren Kopf auf Demos, seid auf jeden Fall nüchtern (nicht, dass ers nicht gewesen wär, aber es schadet auf keinen Fall das nochmal zu betonen), steigert Euch nicht zu sehr rein und hört nicht auf die Augen offenzuhalten und ständig über Eure Situation nachzudenken.

Mein Kumpel bat mich auch noch, der Öffentlichkeit Grüße zu bestellen:
Er grüßt alle Studierenden Deutschlands, die so wie er gegen den Bildungs- und Sozialabbau demonstrieren (Solidarische Grüße auch nach Marburg an die BesetzerInnen!) und er sagt “so ein Zug wird mich auch nicht von meinem Kampf abbringen lassen. Die Proteste müssen weiter gehen.”

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„Der Einfluss von Qualität auf die Glaubwürdigkeit von Weblogs“

25. Mai 2006 Kommentare ausgeschaltet

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im Rahmen meiner Diplomarbeit am Lehrstuhl für Marketing von Univ.-Prof. Dr. Anton Meyer an der Ludwig-Maximilians-Universität in München führe ich eine Untersuchung zum Thema Weblogs durch.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mich dabei unterstützen würden. Das Ausfüllen des Fragebogens nimmt nur etwa 15 Minuten in Anspruch.

[...]

Bitte antworten Sie möglichst auf jede Frage. Es gibt keine richtigen oder falschen Antworten, sondern Ihre persönliche Meinung ist wichtig.

Manchmal kann der Eindruck entstehen, dass sich Fragen wiederholen: Die Fragen sind jedoch nicht identisch, sondern nur sehr ähnlich, um bestimmte Fragestellungen aus verschiedenen Perspektiven beleuchten zu können.

Selbstverständlich werden Ihre Angaben streng vetraulich behandelt und anonym ausgewertet und dienen als Datengrundlage für diese nichtkommerzielle empirische Studie.

[Umfrage von Markus Ilhan]

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Keine Zeit…

23. Mai 2006 Kommentare ausgeschaltet

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Hier ist momentan nix los, im Protestblog “Gegen Studiengebühren und Bildungsabbau in Hessen” dafür um so mehr!

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Uni Marburg: Uni Präsidium von aufgebrachten Studenten besetzt

22. Mai 2006 10 Kommentare

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Nach einer weitestgehend friedlichen Senatssitzung, wurde spontan das Verwaltungsgebäude von Studieren besetzt und verrammelt, nachdem Uni Präsident Niehaus mitteilte, dass er selbst wenn er durch eine Resolution im Senat dazu verpflichtet würde nach Aussen die Meinung zu vertreten, dies nicht tun würde, da er die Argumente nicht teilen würde.
Kurz nach dieser Äußerung gab es einen Aufbruch nahezu sämtlicher Studenten in die Uni-Verwaltung, wo zur Zeit die Türen verrammelt werden. Polizei und Presse sind bereits vor Ort.

Studierende Marburgs, solidarisiert Euch und helft bei der Besetzung gegen unseren undemokratischen Uni-Präsidenten!!!

BILDUNG FÜR ALLE!!
IHR SEID FRANKREICH!!!

Nicht nur von Frankreich reden, sondern auch Frankreich umsetzen!!!!

Die Besetzer bleiben in der Verwaltung und beraten jeden Abend wie lange sie weitermachen. Studierende Marburgs, unterstützt sie mit Essen, Getränken, Decken, etc.

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extrem-vorläufiges Protokoll der Senatssitzung, die zur Besetzung führte

22. Mai 2006 Kommentare ausgeschaltet

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öffentliche Senatssitzung
Thema: “Stellungsnahme des Senats zur Einführung von Studiengebühren” im Audimax, Rest im normalen Senatssaal

Niehaus:
- nchdenk ueber kategorische Ablehnung
- wenn keine Studiengebuehren, dann 'run' auf Hessen wodurch NC haerter wird, krasse Selektion
- bis 15. Juli soll Stellungnahme abgegeben werden (will aber erst am 18.07., weil 2 weitere Senatssitzungen bis dorthin)

1. Grundueberzeugung:
———————-
1. individuelle Nutzung, ueberdurchschnittliches Einkommen daher auch Eigenbeteiligung
2. Darlehen vorhanden nach Abhaengigkeit vom spaeteren Einkommen Zurueckzahlung
3. nachdenklich gestimmt durch Kleingedrucktes im Flyer der Landesregierung
- Schwelle für Rückzahlung sehr hoch (bei überdurchschnittlichen Einkommen)
ABER laut Broschüre ab 1060 EUR, dies ist kein durchschnittliches Akkademiker Einstiegs-Einkommen
- wenn 1060 EUR Einkommen nach Steuern, dann vor Steuer 1100 EUR, weil Lohnsteuerklasse 1 (ledig, kein Kind, mit/ohne Kirchensteuer) 29, 83 EUR lohnsteuerpflichtig, im Jahr 357, 69 EUR ohne Kirchensteuer
- 50 EUR pro Monat, im Jahr 600 EUR
- also mehr Zurueckzahlung als Lohnsteuer, das ist schief
- Steuerbelasung 2,7%, Zurueckzahlung 4,5% — Das ist NICHT okay, Zahlen falsch justiert
- Grundsatz: Studiengebuehren machen Sinn, hess. Modell kann funktionieren, wenn man es richtig justiert -> denn ohne Bonitaetspruefung – kann zurueckgezahlt werden, wenn Einkommen hoch genug
Justierung muss neu ueberdacht werden; bei Verheirateten noch extremer, die wuerden keine Lohnsteuer mehr zahlen, sondern nur noch Studiengebuehren

- NEWSSPEAK: Studienbeitraege, statt Studiengebuehren

- bei auslaendischen Studierenden: Differenzierung zwischen Entwicklungslaendern und “normalen” noetig
- entscheidender Konstruktionsfehler, zu niedriger Rueckzahlungsbetrag, daher ueberall falsche Zahlen, auch bei Einnahmen der Universitaeten. wohl eher 5-8 Millionen statt 18000000

2. nicht ideal, aber man kann nicht von ausgehen, dass Einkommen entscheidendes Diskussionskriterium ist. Wers heute kann, kanns auch morgen, ist schliesslich von eigenem kuenftigen Einkommen abhaengig.
Gedankenexperiment: Hessen hat keine, alle anderen schon -> Run auf hessische Universitaeten, hess. Unis kann nicht mehr aufnehmen, daher einzige Moeglichkeit NC Regelungen, daher Abi alles entscheidend, was nicht okay, weil hohe Selektivitaet (Abi Noten abhaengig von Stand der Eltern

3. Sie sollten gut ueberlegen was sie tun, vor allem bei kategorischen Aussagen
- Nicht Augen verschliessen vor finanz. Situation der Unis
- Entscheidungstraeger nicht Studenten, sondern Senate in NRW, weil Unis selbst entscheiden
; in Hessen verpflichtet das Land die Unis
- kategorische Ablehnung in nicht echter Entscheidungssituation nicht gut, weil wir uns mit Modell auseinander setzen sollten, weil uns das nicht weiterfuehrt, dadurch sind wir nicht mehr gespraechsfaehig

4. muss nicht heute passieren, da zwei weitere Senatssitzungen vor Stichtag, daher heute nur Tendenzaussage
Forderungen an Politik formulieren, um gespraechsfaehig zu bleiben…, denn wir koennten dann der Politik nix mehr bieten, aber wenn wir nicht kategorisch ablehnen, koennen wir immerhin noch mitreden

DISKUSSION
———-
Student: “Kann-Regelung heisst: es kann jemand diskriminiert werden, das macht es nicht besser.” Kredit mit Zinssatz bis 7,5%; verbraucherschutzzentrale warnt vor Krediten ohne Bonitaetspruefung mit nur 7,5%; Sachzwangargumentation – hochschulpakt geht bis 2010, letzter Pakt wurde auch gebrochen, Mehreinnahmen nicht sonderlich wahrscheinlich; Hessen Neuverschuldung, daher wohl eher Abzug des Geldes, stattdessen wird fuer 13.000.000 ein Schloss im Odenwald gekauft, also Geld wohl vorhanden; Galopprennbahn wird auch finanziert, aber da ist auch naechste Woche der Herr Corts; Schueren einer sehr bedenklichen Angst vor “Bildungsfluechtlingen”; nicht nur Meinungsbild einholen, sondern beschliessen, dafuer gibt es den Senat.

Niehaus: Diskriminierung stimmt nicht, weil Auslaender keine deutschen Steuerzahler; Zinssatz ist niedriger; Hochschulpakt ist sehr sensibles Thema, nicht ueberzeugt, dass Geld nicht abgezogen wird, bzw. es keine Erhoehungen mehr gibt, obwohl mehr Studierende kommen koennten; Bildungsfluechtlinge durchaus sehr wahrscheinlich; Promotionsstudiengaenge sind egal, weil wir keine haben, sondern strukturierte Promotionsprogramme -> nicht auf seiner Agenda da mehr zu verlangen
Senat soll sich nicht allg. aeussern, sondern nur in bezug auf hess. Modell.
Einschaetzung es wird sowieso passieren ist zumindest seine.

Student: schlechte Finanzsituation rechtfertig nicht automatisch Studiengebuehren, sondern hess. Landesregierung unterfinanziert mittelhessische Unis. Daraus kann nicht folgern, dass automatisch Studiengebuehren folgen. Beschluss muss gefasst werden, waere deutliches Signal. Schoen waers auch, wenn Niehaus auch diesen Beschluss uebernaehme und nicht nur seine eigene private Meinung vertraete wie bislang. Es geht um grundlegende Ablehnung, denn es ist nach Meinung zweier Parteien SPD/Gruene verfassungswidrig, da hilft auch kein Gefaelligkeitsgutachten, was in der Fachwelt umstritten ist. Es ist grundsaetzlich abzulehnen. Verfassungswidrig, daher MUSS Ablehnung erfolgen.
Nicht nur Studierende betroffen, sondern alle Gruppen in der Uni.

Lena Behrendes: Bildungsfluechtlinge, aber Studiengebuehren angeblich sozial vertraeglich, wie kann es dann ueberhaupt zu Bildungsfluechtigen ueberhaupt kommen.

Niehaus: es gibt halt auch sozialunvertraegliche…
Student:
Bildung als Grundrecht fuer Alle, wenn man Geld bezahlen muss, kann es kein Grundrecht mehr sein. Studenten sollten Beitrag zahlen, das tun sie: Verwaltungskosten, Buecher, Geld fuer Lebensunterhalt; Geld vom Staat ist ja auch nicht verloren, denn akademische Gehaelter sind ja auch versteuert und wenn hoeher, dann auch mehr Steuern.

Student: nur weil alle es einfuehren, muessen wir es auch einfuehren -> dies ist ein extrem kindisches Argument; Finnland (Bildungsland Nr. 1) hat sich kategorisch gegen Studiengebuehren ausgesprochen.

Student: einziger Grund stolz auf Deutschland zu sein -> Studium ist kostenlos

Student: grundsaetzlich dagegen, weil Bildung fuer jeden erreichbar sein muss. Welche Moeglichkeiten hat Uni Praesident? Nur Schadensbegrenzung? Welche Moeglichkeiten vorhanden?

Student: diejenigen, die durch Gebuehrenfreiheit ganz gross gewinnen sind Wirtschaft und deutscher Staat. Bildung ist einzige Ressource in Deutschland, die darf nicht verspielt werden.
Student: Menschenreche: Hochschulunterricht muss jedermann aufgrund seiner Faehigkeiten Zugang zur Uni erhalten; Es ist unglaublich wieviele Laender die Menschenrechte mit Fuessen treten. Es ist schade, dass Menschenrechte mit Fuessen getreten werden. Ausserdem Verfassung schuetzt Studiengebuehren.

Studentin: Erinnerung und Appell an soziale Verantwortung: ganz klar: Geld kann nicht im Bildungs- und Sozialwesen abgezwackt werden, sonst Chancengleichheit nicht mehr gewaehrleistet, also Vergroesserung der Schere zwischen Armut und Reichtum. Zeichen (Rütli-Schule) werden ignoriert.

Senatsmitglied, demokratische Liste, Prof. : Unterstuetzung des Antrags, jetzt MUSS Resolution verabschiedet werden
2 Seiten: BWL Seite
wie Geld sinnvoll anwenden?

Bildungspolitische Seite
Studiengebuehren kontra Chancengleichheit

Gesamtes Bild muss im Auge behalten werden. Gebuehrenfreiheit von Kindergaerten sinnvoll und notwendig, daher nicht am anderen Ende sparen.
Oppermann im Uni Senat vor einigen Monaten: “Keiner hat die Absicht eine Mauer zu bauen. Studiengebuehren gibts nicht.” Stellungsnahme ohne Einfluss?????

Niehaus: Art der Formulierung der Resolution notwendig. Formulierung wichtig, weil kategorische Ablehnung aufgrund des Verstosses gegen Menschenrechte, ohne Argumente.
ABER wir koennten auch inhaltlich argumentieren und begruenden. (inhaltlicher Widerspruch

Zwischenruf: “Verfassungsbruch muss kategorisch abgelehnt werden.”

Niehaus: “Verfassungsbruch muss abgelehnt werden, aber nicht von uns.” Rechtsstaat gibt Instrumente zur Hand. Was kann man machen? Schadensbegrenzung, was denn sonst, denn Schaden schon laengst eingetreten. Nicht kategorisch ablehnen, denn sonst keine Diskussion moeglich. Senat groessere Chancen, wenn nicht kategorische Ablehnung.

Prof.: Eindruck, man glaube es sei sozial ausgewogen ist falsch. Situation seit 1968 schlechter. Nicht Kenntnisse und Leistung entscheidend, sondern soziale Herkunft.
wenn reich: muss sich nicht Studium finanzieren, mehr Ressourcen
wenn Verbesserung von Studienbedingungen: schnelleres Studium, also Verbesserung durch Gebuehren, daher muessen Gebuehren zweckgebunden eingesetzt werden

Prof.: Mitglied der demokratischen Initiative: Studiengebuehreneinfuehrung wird nicht zu mehr Bildungsgerechtigkeit fuehren (wie 68 Abschaffung von Gebuehren). Mehr Einnahmen notwendig und wuenschenswert, nur duerfen Gebuehren
Bildungsgerechtigkeit sind wir in Deutschland Schlusslicht; daher Einfuehrung voellig falsches Signal. Ablehnung von Gebuehren, weil nicht menschenrechtlich in Ordnung.
Argument: Alle fuehren es ein, ist sehr problematisch, weil dadurch Entscheidung abgenommen wird und damit Demokratie unterwandert. Wenn andere Laender falsche Entscheidungen getroffen werden, unterstuetzt der Foederalismus, dass wir auch falsche Entscheidungen treffen.

Niehaus: Staerkung des NC, sozial selektiver

Student: Wer ist Praesident wichtiger: die Studierenden oder Wiesbaden? Durch Gebuehren werden mitdenkende Studierende, die auf die Strasse gehen und Unmut ausdruecken, aus der Uni vertrieben.

Niehaus: fuehlt sich nicht als Vollstrecker der Wiesbadener Politik, aber nicht auch nicht als Sprachrohr des Protestes, weil er Argumente nicht teilt.

Prof.: Studieren in Deutschland ist schon jetzt teuer… “dadrauf nochmal 500 EUR ist der Zacken zuviel”. Gesetzesvorlage mangelhaft, weil breitgefaechtertes Stipendienangebot fehlt. Masterstudiengaenge (die keiner will) werden ausgehebelt und gelten als Zweitstudium [und fallen damit unter Gebuehren]

Johannes Gruen: Antrag (juso, verdi, Gruene, demokr. Linke)
- bekraeftigt Beschluss von 2002: lehnt Studiengebuehren ab, fordert Landesregierung auf, Gebuehrenfreit weiterhin sicherzustellen
- Politiker reden NICHT mit Studierenden, daher Proteste verstaendlich -> weder Landes-ASTen Konferenz, noch Profs. sonst noch irgendwer wurde im Vorfeld angehoert, daher muss Antrag sehr grundsaetzlich ablehnen

Niehaus: Uni Praesidenten wurden auch nicht einbezogen.
Liste Sachlichkeit stellt auch Antrag, Tenor geht in gleiche Richtung; Begruendung fadenscheinig; erster Antrag auch okay?

Liste Sachlichkeit: noch zwei Argumente: stark erhoehter Verwaltungsaufwand, betriebswirtschlaftlich rechnet sich das ganze womoeglich nicht, vorher sollte Analyse erfolgen; u.U. werden spezielle Faecher nicht mehr so stark frequentiert, Existenznoete?

Niehaus: Verwaltungsargument nicht okay, weil kein grosser Mehraufwand.

Prof.: Unabhaengige Hochschullehrer, hat mich BaFoeg studiert: Antrag Zustimmung + parallel eine Stellungnahme, dass nur Ablehnung aufgrund Gesetzeswidrigkeit

Prof.: momentane Realitaet sollte beruecksichtigt werden, nicht nur dagegen sein, das waren wir schon vor einigen Jahren

Prof.: Argument nicht zwingend, grundsaetzlicher Beschluss heute; in den naechsten Sitzungen koennen wir dies argumentativ unterfuettern. Das eine schliesst das andere nicht aus.

Niehaus: vielleicht weitere Begruendung ankuendigen

Prof./Stud. ???? Liberale Christdemokraten: kein entschlus heute, denn nicht differenziert genug; Beschluss der Landesregierung muss in heutiger Form abgelehnt werden. positive ansaetze: nachgelagerte Bezahlung okay, aber wenig durchdacht – ist nur ein Stueckwerk. u.A. Foerderung von Akademiker-Familien mit Kindern. Auch positiv: Mittel fast komplett an Uni, aber man muss weiter fordern, dass Regierung weiter ihre Aufgaben wahrnimmt.
Auch Leistung muss belohnt werden. Gesetzesentwurf muss in heutiger Form abgelehnt werden und Regierung muss vorgeworfen werden, dass sie nicht vorher kommuniziert hat, ABER wir duerfen nicht genauso handeln.
im Allgemeinen darf man Studiengebuehren nicht ablehnen, muessen ueber Rahmenbedingungen diskutieren. viele argumente fuer, denn wenn ich fuer bezahle, ist es mir mehr wert. Qualitaet wird dadurch gefoerdert. Einfuehrung nur unter anderen Rahmenbedingungen.
[ganze Zeit laute Protestrufe von Seiten der Studierenden]

[ganze Zeit: rote Karten werden bei nicht genehmen Beitraegen gezeigt]

Niehaus: bisher keine inhaltliche Diskussion

Zwischenruf: Verfassungsbruch muss nicht diskutiert werden

Niehaus: Antrag abstimmen, aber weitere Begruendung ankuendigen und nicht ausschliessen

Prof.: Antrag zu GO: jetzt Abstimmung, Vorbehalt Begruendung zu liefern sollte begruendet werden

[Chaos]

Prof. Bien [?]: Gegenantrag nicht zu befassen
Wer stimmt zu?
2
Wer stimmt nicht zu?
Mehrheit

Abstimmung ueber Antrag
pro: 11
contra: 3
Enthaltungen: 2

Antrag angenommen!

Johannes: weiterer Antrag: Senat moege beschliessen:
Senat fordert Praes. auf Beschluss vom Senat, Resolution Physik, Vollversammlung gegenueber Regierung zu vertreten

Niehaus: weigert sich mit Engagement die Meinung zu vertreten, weil nicht seine Meinung; Spontanaufbruch der Studierenden, um zu demonstrieren, da Demokratie mit Fuessen getreten wird

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nächste Protest Termine

21. Mai 2006 Kommentare ausgeschaltet

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Montag, 22. Mai, 13.30 Uhr
Audimax, Hörsaalgebäude
Öffentliche Sitzung des Senats der Uni Marburg mit Diskussion und Beschluss zu Studiengebühren

Dienstag, 23. Mai, 11.00 Uhr – 15.00 Uhr
vor der Mensa Lahnberge
Transpi malen

Mittwoch, 24. Mai, 14.30 Uhr
Kantplatz, Darmstadt
Demonstration gegen Studiengebühren

Montag, 29. Mai, 18.30 Uhr
Regionalkonferenz der CDU Deutschlands mit Angela Merkel und Roland Koch
Messe in Kassel, ca. 4,5 km vom Bahnhof entfernt

29. Mai bis 8. Juni
Campuscamping in Gießen (Phil I) – Kontakt über akcamping@asta-giessen.de

Mittwoch, 31. Mai, 13.15 Uhr
Landesweite Demonstration in Gießen, Uni-Hauptgebäude

Samstag, 3. Juni, 13.00 Uhr
Bundesweite Demo in Berlin: Schluss mit den “Reformen” gegen uns – www.protest2006.de – Busse ab Marburg: Gassmann-Stadion, 6:00 Uhr; Anmeldung unter 06421/163873

Mittwoch, 7. Juni, 18 Uhr
Marburg
große Bündnis-Demonstration: Für Solidarität und freie Bildung

Mittwoch, 28. Juni
Frankfurt/Main
Bundesweite Demonstration gegen Studiengebühren”

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Glaubt Roland Koch eigentlich was er sagt?

21. Mai 2006 3 Kommentare

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So eben las ich bei mittelhessen.de einen Artikel, der sich ebenfalls dem CDU Landesparteitag und den Protesten davor widmet. Mal abgesehen davon, dass der Satz “Die aber bekommen vom Protest gegen die Einführung einer halbjährlichen Studiengebühr von mindestens 500 Euro nichts mit.” nicht stimmt, weil die Sozialfas… ähm… CDU Politiker auch irgendwann aus der Halle raus zu ihren Autos mussten und dort gebührend empfangen wurden, muss ich mich ernsthaft fragen, ob Roland Koch den Schwachsinn, den er erzählt tatsächlich glaubt.

Schauen wir uns mal die Zitate (indirekte und direkte) im Artikel an.

Die Sache mit den Studiengebühren sei der CDU nicht leicht gefallen, sagt er. Aber die Tatsache, dass die Bundesländer ringsherum ebenfalls Studiengebühren beschlossen hätten, habe Hessen gar keine andere Wahl gelassen. “Wenn wir das nicht machen, schädigen wir die jungen Leute im eigenen Land”, sagt Koch. Dann kämen nämlich die Studenten aus den benachbarten Bundesländern, wodurch die Chancen der hessischen Studenten auf einen Studienplatz abnähmen.

Ob Roland wohl tatsächlich glaubt, dass er uns nicht viel mehr schadet, wenn plötzlich viele nicht mehr studieren können, weil sie es sich nicht mehr leisten können? Ausserdem geht es ja nicht nur um die Menschen im eigenen Land, sondern auch (oder sogar “gerade um”) die Menschen aus dem nicht-EU-Ausland, die zu einem Großteil dann einfach nicht mehr nach Hessen kommen werden können, um hier zu studieren. Ich lebe in einem Studentenwohnheim in Marburg und hier sind so ziemlich alle Nationen vertreten: Türkei, Portugal, Spanien, Italien, Rumänien, Kanada, USA, Bulgarien, Afghanistan, Irak, Iran, China, Japan, Korea, Jemen, diverse Länder Afrikas, etc. viele von den Leuten hier, stehen in den Semesterferien nachts am Fließband, um sich genug Geld für das kommende Semester zu verdienen. Sollte man diesen Leuten 1500 EUR pro Semester abknöpfen, werden sie schlicht und einfach nicht mehr studieren können. Das der CDU und speziell Roland Koch, die für ihre Ausländerfeindlichkeit ja bekannt sind, das egal ist, wundert mich gar nicht.

Studiengebühren seien ein weltweiter Standard, sagt er.

Na und? Nur weils alle machen, muss man mitmachen oder wie? Was ist denn das für ein Argument??

Und er zieht das kleine Gehalt der Krankenschwester heran, die mittels ihrer Steuerzahlung schließlich für die Studenten mitschuften müsse.

Stimmt, das nennt man Solidarprinzip. Nehmen wir mal mich als Beispiel. Ich habe kein Auto und ich treibe auch keinen Sport (was vielleicht nicht optimal ist, aber darum gehts hier nicht ;). Dennoch wird von meinen Steuern das Strassennetz und Strassenreperaturen gezahlt, genauso wie die Instandhaltung von Sportplätzen und ich finde das auch voll und ganz okay. Solidarprinzip!

Schließlich sagt er den Studenten, die das nicht hören können, dass Studiengebühren am Ende der Bildung zugute kämen. “Wir machen die Studenten zu Kunden der Universität”, sagt Koch.

Tja… nur wollen die Studenten nicht Kunden werden! Die Studenten finden es zu einem Grossteil gut, dass die Wirtschaft immerhin noch nicht in die Unis eingezogen ist und dort ihre kapitalistische Propaganda verbreiten kann, sondern das man frei und solidarisch miteinander arbeiten und forschen kann und der Dozent nicht Dienstleister für einen ist. Wir wollen keine Kunden werden!

“Wir sind mutig, modern und menschlich”, zitiert Roland Koch das Motto des Parteitags.

Man sollte Mut, nicht mit Tollkühnheit verwechseln. Über das “modern” kann man streiten, allerdings wenn ich mir die meisten der CDU Politiker im Fernsehen anschaue, dann wirken die zumindest auf mich nicht sonderlich modern… und von “menschlich” kann keine Rede sein, ausländerfeindlich passt hier wohl besser.
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