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Archiv für Januar, 2009

Studi-Filmpremiere in Marburg

29. Januar 2009 Comments off

Filmplakat

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Game Noir — Subjektivierung auf allen Ebenen

28. Januar 2009 Comments off

Wie vermutlich bekannt, ist kürzlich mein “Gefangen im Flow? Ästhetik und dispositive Strukturen von Computerspielen” erschienen. Mit freundlicher Genehmigung des vhw Verlags Werner Hülsbusch darf ich meine Beiträge hier veröffentlichen.
Der Beitrag “ – Subjektivierung auf allen Ebenen” entstand ursprünglich im Rahmen eines Hauptseminars zu Film Noir bei Herrn Dr. Burkhard Röwekamp, Autor des Buches “Vom film noir zur méthode noire. Die Evolution filmischer Schwarzmalerei”, wurde für die Publikation aber umfassend erweitert. Dank geht an Herrn Dr. Röwekamp für die Unterstützung und dass feedback beim Schreiben.

1 Einleitung
Ob es sich bei Film noir um ein Genre, eine Stilrichtung, eine zeitliche Periode oder ein Phänomen handelt, ist eine langanhaltende akademische Diskussion, zu der dieser Aufsatz nur am Rande beitragen wird. Das Erkenntnisinteresse dieses Beitrags gilt der remediation von Film noir. Der Begriff remediation ist von JAY DAVID BOLTER und RICHARD GRUSIN entnommen und bezeichnet kurz gefasst „the representation of one medium in another“ (BOLTER/GRUSIN 1999: 45). BOLTER und GRUSIN argumentieren,
dass jedes neue Medium zumindest ein altes Medium um- bzw. neugestaltet (vgl. ebd.: 14 f.), das neue Medium dabei aber auf eingestandene oder uneingestandene Art und Weise abhängig bleibe vom alten Medium (vgl. ebd.: 47): Der vorliegende Aufsatz wird sich folglich damit beschäftigen, inwiefern sich die Qualitäten des Film noir verändern durch remediation im Medium .
Doch bevor eine Analyse dessen möglich ist, ist es zwingend notwendig, das Verständnis des Autoren von Film noir zu definieren. BURKHARD RÖWEKAMP beschreibt in seinem Buch Vom film noir zur méthode noir. Die Evolution filmischer Schwarzmalerei „noir“ als „filmischen ‚Eigenwert‘“, der nur beobachtbar und beschreibbar ist, wenn sowohl auf stilistischer (audiovisueller), erzähltechnischer (narrativer), thematischer (inhaltlicher) und semantischer (kultureller) Ebene hinreichend Verdichtungsmomente sind, die es ermöglichen, eine subjektivistische Atmosphäre existenzieller Angst und Bedrohung filmisch zu objektivieren“ (RÖWEKAMP 2003: 201). Weiterhin führt er aus, dass besagter filmischer Eigenwert mehr oder weniger in einem Film vorhanden sein kann, abhängig von Qualität und Quantität besagter Verdichtungen auf einer der soeben genannten Ebenen. Pragmatisch folgt daraus, eher über „Noir-Filme“ zu sprechen als über „Film noir“. Ein derartiger Gebrauch des Wortes noir erweitert den möglichen Erkenntnishorizont und umschifft Definitionsprobleme.
Im Folgenden wird auf zentrale Komponenten des Noir-Films eingegangen und diese erläutert. Danach folgt eine Betrachtung zweier ausgewählter Computerspiele. Hierfür wurde ein deskriptiver Ansatz gewählt. Um sich dem Thema zu nähern, wird die Werbung für die beiden Spiele näher betrachtet – hinsichtlich der eventuellen Anpreisung (oder ihrer Abwesenheit) von „Noir-Qualitäten“. Anschließend wird eine Analyse der Spiele auf thematischer, erzähltechnischer und audiovisueller Ebene durchgeführt, um den Spiel-immanenten „Noir-Gehalt“ festzustellen. Im Fazit werden die Ergebnisse zusammenfassend dargestellt.

Der Beitrag ist als .pdf Datei hier erhältlich. Anmerkungen, Anregungen oder Kritik sind willkommen.

Dieser Beitrag wurde erstveröffentlich im Sammelband Michael Mosel (Hg.): Gefangen im Flow? Ästhetik und dispositive Strukturen von Computerspielen, Boizenburg: Verlag Werner Hülsbusch 2009, welcher hier – nach einem Blick in das Inhaltsverzeichnis und das Vorwort – unkompliziert und schnell käuflich erworben werden kann.

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Das Computerspiel-Dispositiv. Analyse der ideologischen Effekte beim Computerspielen

28. Januar 2009 Comments off

Wie vermutlich bekannt, ist kürzlich mein “Gefangen im Flow? Ästhetik und dispositive Strukturen von Computerspielen” erschienen. Mit freundlicher Genehmigung des vhw Verlags Werner Hülsbusch darf ich meine Beiträge hier veröffentlichen.
Den Anfang macht mein Beitrag mit dem Titel “Das -. Analyse der ideologischen Effekte beim Computerspielen”. Ursprünglich entstand er im Rahmen meines medienwissenschaftlichen Hauptseminars “Psychologische Modelle der Filmwissenschaft” bei Herrn Dr. Peter Riedel, wurde für die Publikation aber umfassend erweitert.

1 Einleitung
In den 1970er Jahren gewann die psychoanalytische Filmtheorie eine neue Richtung. JEAN-LOUIS , CHRISTIAN METZ und LAURA MULVEY konzentrierten sich nicht länger auf den filmischen Text, sondern legten ihren Schwerpunkt auf das Kino als technische Apparatur. und METZ benutzten zu einem hohen Maße Erkenntnisse aus der Psychoanalyse, um ihre theoretische Position zu untermauern und gelten als Begründer der sog. -Theorie.
Ihre grundlegende These war, dass das Kino aufgrund seiner technischen Grundlage bereits bestimmte ideologische Effekte produziere und so den Zuschauer in einer bestimmten Subjekt-Position verorte.
Dieser Beitrag benutzt die -Theorie, um das näher zu betrachten und evtl. auftretende ideologische Effekte zu analysieren. Dabei wird – ganz im Geiste BAUDRYs – von konkreten Inhalten abstrahiert und lediglich das betrachtet.
Dafür wird im Folgenden zuerst die -Theorie BAUDRYs vorgestellt und ebenfalls kurz auf die bereits früh geäußerten, aber sehr weitsichtigen Gedanken MÜNSTERBERGs zum Kino und Filmbetrachten eingegangen.
Ausführlicher wird sich der Aufsatz der Beschreibung des Dispositivs widmen, die sich stark an HUGO MÜNSTERBERGs Text Das Lichtspiel (MÜNSTERBERG 1996) orientiert. MÜNSTERBERGs Text zeichnet sich dadurch aus, schon sehr früh eine relativ detaillierte Darstellung der Wirkungsmittel des damals neuen Mediums Film zu liefern. Speziell betrachtet werden soll dabei, inwiefern sich die Darstellungsmöglichkeiten des Computerspiels zum Film unterscheiden, welche Auswirkungen dies auf den „Zuschauer“ hat und was die spezifischen Mittel des Computerspiels sind und wie sie wirken. Danach soll die Rolle des „Zuschauers“ eingehend untersucht werden, da sich seine Position auf den ersten Blick im - maßgeblich von der des Zuschauers im kinematographischen unterscheidet. Hierfür wird auf das Konzept der ergodischen Literatur von ESPEN AARSETH zurückgegriffen, das sich dadurch auszeichnet, dass es von einem sehr aktiven Zuschauer ausgeht.
Nach dieser Beschreibung wird schließlich die -Theorie auf das des Computerspiels angewendet. Genauer betrachtet wird, ob und wenn ja, inwiefern ein Eintreten in den Regressionszustand beim Spielen am Computer möglich ist und welche ideologischen Effekte dabei womöglich auftreten könnten.

Der Beitrag ist als .pdf Datei hier erhältlich. Anmerkungen, Anregungen oder Kritik sind willkommen.

Dieser Beitrag wurde erstveröffentlich im Sammelband Michael Mosel (Hg.): Gefangen im Flow? Ästhetik und dispositive Strukturen von Computerspielen, Boizenburg: Verlag Werner Hülsbusch 2009, welcher hier – nach einem Blick in das Inhaltsverzeichnis und das Vorwort – unkompliziert und schnell käuflich erworben werden kann.

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“Gefangen im Flow? Ästhetik und dispositive Strukturen von Computerspielen” ist erschienen

24. Januar 2009 Comments off

Hallo Allerseits,

ich hatte hier ja kürzlich einen call for papers publiziert. Inzwischen ist das Buch fertig und kann käuflich erworben werden.

Die Seite zum Buch lautet:
http://www.vwh-verlag.de/vwh/?p=327 (inkl. Inhaltsverzeichnis)

Klappentext:

“Auch wenn immer wieder von einem Boom der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Computerspielen die Rede ist, so erreicht dieser doch immer noch viel zu wenige interessierte Studierende, vor allem in den Geisteswissenschaften.

Diesen Missstand im Hinterkopf wurde Gefangen im Flow? von relativ jungen NachwuchswissenschaftlerInnen aus den unterschiedlichsten Disziplinen geschrieben. So bietet der vorliegende einen multi- und interdisziplinären Überblick über verschiedene Arten wissenschaftlicher Beschäftigung mit dem Untersuchungsgegenstand „“.

In der ersten Hälfte des Buches widmen sich die AutorInnen den ästhetischen Mitteln des Computerspiels. Intensiv behandelt werden Musik, Narrativität, Bildästhetik und die Frage nach dem Realismus synthetischer Bilder sowie etwaige Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu literarischen und filmischen Genres.

In der zweiten Hälfte des Buches rücken die dispositiven Strukturen des Computerspiels in den Fokus der Analyse. Es werden von den Autoren verschiedene Schwerpunkte gesetzt: Ideologievermittlung durch das , verschiedene Erlebensformen der Spieler sowie Computerspielen als performativer Reflexionsakt.

Das Buch ist reichhaltig, meist farbig bebildert. Es richtet sich gleichermaßen an Spieler und Spieleforscher — soll aber vor allem interessierte Studierende und Lehrende ermutigen, sich auf eine wissenschaftliche Beschäftigung mit Computerspielen einzulassen.”

Über Feedback würde ich mich sehr freuen.

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Warum manche Serien floppen

14. Januar 2009 3 Kommentare

Ich bin momentan krank und habe daher ein wenig Zeit zum “brainstormen” für das Thema meiner nächsten , die ich im Rahmen meines Hauptseminars “Ästhetik des Fernsehens” bei Herrn Dr. Peter Riedel schreiben werde.
Ich könnte mir vorstellen mich in meiner dem Thema zu widmen, warum ästhetisch sehr anspruchsvolle Serien, die von Kritikern positiv aufgenommen wurden und etliche Preise gewannen, in Deutschland floppten. Ich denke da an Serien wie “Die Sopranos” oder “Dr. Psycho” (gerne würde ich mich auch “Firefly” widmen, diese Serie wurde nur in Deutschland nie ausgestrahlt). Ich könnte die spezifische Ästhetik der jeweiligen Serie herausarbeiten und analysieren inwiefern sie sich von anderen Serien unterscheidet, um so hoffentlich den Aspekt benennen zu können, der in Deutschland zum scheitern führte.
Hat jemand von Euch noch eine Idee oder Anmerkung? Fällt jemandem noch eine Serie ein, die im Ausland sehr gut lief, in Deutschland aber floppte?

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pidgin 2.5.4 ist da.

13. Januar 2009 Comments off

Gestern gabs noch login Probleme auf msn mit pidgin, heute gibts schon ne neue pidgin Version, die das Problem – und auch andere wie das nervige abstürzen nach beenden – löst. Thanks guys.

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login Problem mit pidgin auf msn

12. Januar 2009 Comments off

Seit heute morgen kann ich mit dem aktuellen pidgin (2.5.3) nicht mehr auf meine msn Accounts connecten. Die Fehlermeldung lautet: “Unable to retrieve msn address book.”
Nach einer kurzen google Suche fand ich heraus, dass es anscheinend eine neue Version des unsäglichen msn Messengers gibt, der wohl eine Protokolländerung mit sich bringt. Unter Linux hilft, sich amsn oder emenese zu installieren, die allem Anschein nach noch connecten können. amsn läuft auch unter Windows, ansonsten bleibt wohl nichts anderes übrig als auf das nächste pidgin release zu warten oder den msn messenger zu benutzen.

update:
Die pidgin Menschen haben in ihrem Blog reagiert: Es handelt sich um einen “minor protocol change” und sie arbeiten an einer Lösung. Sollte also hoffentlich nicht mehr lange dauern…

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Die Antideutschen und die Videoüberwachung

9. Januar 2009 Comments off

Heute war also eine “Seltsame Anti-Israel Demo in Marburgs Oberstadt” auf der Sprechchöre wie “Kinder-Mörder Israel” skandiert wurden. Von dieser ganzen Israel-Sache kann man ja halten, was man will, ich werde mich hier auch nicht in Teufelsküche reinreiten und dazu was schreiben. Bemerkenswerter finde ich, dass Anti-Deutsche die Demo umkreisten, um Fotos zu machen. Das seltsame Verhältnisse von Anti-Deutschen zu Videoüberwachung wurde hier ja schon mal an anderer Stelle beleuchtet. Ich frage mich ja nur, wie Antideutsche, die sich gerade auf einer Pro-Israel Demo befinden, reagieren würden, wenn ich als Privatperson sie filme. Bestimmt nicht amüsiert. So ist auf thematisch in die Richtung gehenden mailinglisten auch immer wieder zu beobachten, dass E-Mails ohne vollständige Namensangaben versandt werden und in einschlägigen Blogs das Impressum einfach mal fehlt.
Irgendwie empfinde ich das als extreme Doppelmoral. Wer für Israel ist, hat Persönlichkeitsrechte, alle anderen nicht, oder wie?

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