Warum manche Serien floppen
Ich bin momentan krank und habe daher ein wenig Zeit zum “brainstormen” für das Thema meiner nächsten Hausarbeit, die ich im Rahmen meines Hauptseminars “Ästhetik des Fernsehens” bei Herrn Dr. Peter Riedel schreiben werde.
Ich könnte mir vorstellen mich in meiner Hausarbeit dem Thema zu widmen, warum ästhetisch sehr anspruchsvolle Serien, die von Kritikern positiv aufgenommen wurden und etliche Preise gewannen, in Deutschland floppten. Ich denke da an Serien wie “Die Sopranos” oder “Dr. Psycho” (gerne würde ich mich auch “Firefly” widmen, diese Serie wurde nur in Deutschland nie ausgestrahlt). Ich könnte die spezifische Ästhetik der jeweiligen Serie herausarbeiten und analysieren inwiefern sie sich von anderen Serien unterscheidet, um so hoffentlich den Aspekt benennen zu können, der in Deutschland zum scheitern führte.
Hat jemand von Euch noch eine Idee oder Anmerkung? Fällt jemandem noch eine Serie ein, die im Ausland sehr gut lief, in Deutschland aber floppte?








Hm, ist nicht in den letzten Jahren so ziemlich jede amerikanische Serie in Deutschland irgendwie gefloppt? Sei es auf hohem Niveau, wie bei Lost (massiver Zuschauerverlust und Sendeplatzverschiebung), oder generell wie bei Angel, das einfach mitten in der Serie angesetzt wurde.
Mir fallen auf Anhieb Sachen ein wie Battlestar Galactica oder Alias. Beide Serien haben zwar auch in den USA nicht die höchsten Einschaltquoten gehabt und wurden nach vier bzw. fünf Staffeln abgesetzt (gewannen aber trotzdem mehrere Preise, wie den Hugo oder Emmy afaik), liefen aber in Deutschland wesentlich schlechter. Bei Alias gab es zwischen Season 2 und 3 eine fast dreijährige Pause, ehe die Serie im Nachtprogramm fortgeführt wurde.
Meiner Meinung nach liegen die Flops in Deutschland aber weniger an den Serien selbst als vielmehr an den äußeren Umständen, unter denen die Serien hierzulande ausgestrahlt werden. Miese Synchros, Werbung im Bild, je nach Serie häufige Sendeplatzverschiebungen. Darüber habe ich mich anno dazumal mal drüber ausgelassen: http://www.thwidra.de/?p=306 Dazu kommt wohl, dass das deutsche Publikum auf viel zu seichte Unterhaltungsshows à la Big Brother, TV Total oder Dschungelcamp getrimmt ist. Ganz zu schweigen von Volksmusikübertragungen. Ich denke, den Sendern sind in den letzten Jahren vor allem die jungen Zuschauer, die sich am ehesten mit den amerikanischen Serien identifizieren können, davon gerannt. Das erklärt vielleicht ein wenig den generellen Zuschauerschwund, den die TV-Sender ja schon haben (dafür hab ich aber leider keine Quelle parat).
Sind denn die Quoten von Lost, Seinfeld, Eli Stone etc. so schlecht in Deutschland? Muss ich gleich mal auf quotenmeter.de nachschauen, oder weisst Du das?
Mir fallen da spontan noch Lost, Seinfeld, Eli Stone, Damages und Six Feet Under ein. Wenn man die Insel noch hinzunimmt, kommen ja noch Life on Mars und Dr. Who dazu. The IT Crowd und Spaced haben ja leider das selbe Schicksal wie Firefly.
Die Briten sind ja vom Humor so schwer ins Deutsche zu übersetzen, warum die guten US-Serien nicht laufen könnte daran liegen, dass sie nichts mit CSI zu tun haben.