TrackBack
b4shot.de
Der Mailomat und Klaus Peter Möller: Gestern berichtete ich über den Mailomat gegen Studiengebühren in Hessen, mit dem man seinen Protest an die hessischen Landtagsabgeordneten von CDU und FDP schicken konnte. Heute berichtet Mike's Blournal davon , dass er anscheinend hunderte von E-Mail…
15/06/06
der herr mueller im netz
Möller und die E-Mails: Der AStA der Uni Marburgt hatte wohl einen Service eingerichtet, mit dem man komfortabel eine E-Mail an diverse (alle?) Mitglieder des hessischen Landtags verschicken konnte. Es gab auch einen vorformulierten Text gegen Studiengebühren. Momentan ist d...
16/06/06
Mein Notizblog
Unsinnige Massenmails von CDU-Politiker: Der CDU-Politiker Klaus Peter Möller beteiligt sich an unsinnigen Massenmails. Wer den AStA in Marburg kennt, erwartet vielleicht nicht viel. Von einem CDU-Politiker hätte ich jedoch mehr Vernunft und Sachlichkeit erwartet. Massenmails sind immer uns...
16/06/06
Studieren-Info.de
Mailomat(en) in Hessen: Nachdem die Marburger Attac-Gruppe eine Internetseite erstellte, auf der ein “Mailomat” nach Eingabe der persönlichen Daten eine Protest-Email an alle hessischen Landtagsabgeordneten der CDU und FDP schickte, reagierte ein Landtagsabge...
17/06/06
Benutze diese TrackBack url, um diesen Beitrag zu pingen (rechts-click, copy link target).
Falls Dein Blog Trackbacks nicht unterstützt, benutze dieses Formular, um Deinen Trackback manuell hinzuzufügen.










Kommentare
Klaus Peter Möller schrieb:
auch wenn die Quintessenz des Telefonates bezgl. der derzeitigen Meinung der Hochschulen und deren Stellung bedauerlicherweise nicht korrekt wiedergegeben ist.
Falsch wiedergegeben ist demnach "keine Diskussion", "keine parlametarische Mehrheit" und "interessiert ihn nicht".
Es bingt indes m.E. nichts, automatisierte Mails von Absendern zu versenden, die nicht existieren. Wer sich an solchen Aktionen beteiligt, seinen Namen dafür hergibt, zu solchen Aktionen aufruft oder sie unterstützt, offenbart nicht wirklich interesse an Sachlichkeit.
Daher werde ich, nachdem ich die ersten Mails noch beantwortet hatte (bis die ersten Antworten mit "User unknown" zurück kamen), nunmehr zu keiner einzigen mehr Stellung nehmen -
Dies gilt i.Ü. auch für alle Gruppierungen und Personen die zu solchen Aktionen aufrufen oder sich daran beteiligen - Wie es auch gehen kann, zeigte das o.g. Telefonat (trotz des Feiertages).
In diesem Sinne verbleibe ich, bei aller unterschiedlichen Auffassung und Bewertung für diejenigen, die Sachlich sind mit freundlichen Grüßen.
Jens schrieb:
Moe schrieb:
Habe ich das richtig verstanden, dass Herr Möller nun also Gegner von Studiengebühren mit Emails zumüllt, auch wenn sie nicht für den Mailomat verantwortlich sind?
Ob das wohl die Presse interessieren dürfte? Den vorfall würd ich mal Heise, Telepolis, Golem, Uebergebuehr, SpOn und Netzeitung mailen.
Der Angesprochene schrieb:
zu Abs.2.: falsch.
Moe schrieb:
Der Angesprochene schrieb:
Es wurde daher ja korrigiert.
Mike schrieb:
Günter schrieb:
Obwohl ich wahrscheinlich zu den ersten Personen zählte, die Herrn Möller anmailten, habe ich keine Antwort von ihm erhalten, was seine Behauptung, dass er die ersten Mails beantwortet hätte in Frage stellt.
Herr Möller wäre gut beraten, die E-Mails zu lesen, deren Inhalt zu prüfen und dann sachlich Stellung zu beziehen, anstatt sämtliche E-Mails einfach weiterzuleiten.
Übrigens enthält zumindest der vorformulierte Text überhaupt keine Aufforderung, auf die E-Mails einzeln zu antworten, obwohl solche Antworten bei vielen sicher hoch willkommen sind. Vielmehr geht es darum, den zuständigen Abgeordneten mitzuteilen, dass und warum man den Entwurf des Studienbeitragsgesetzes ablehnt.
Ich halte es für nicht hinnehmbar, wie Herr Möller auf eine absolut friedliche Protestform reagiert, mit der zielsicher die Personen erreicht werden, die letztendlich für die Gesetzgebung in Hessen verantwortlich sind.
Somit unterstütze ich ausdrücklich den Vorschlag, dieses Vorgehen in der Presse bekannt zu machen.
Mike schrieb:
Ich bin der Meinung, dass sich der Protest allmählich in Widerstand wandeln muss. Was das bedeutet, muss jeder einzelne für sich entscheiden.
Robert, AK Presse&Info, Uni Kassel schrieb:
Ich habe auf unserer Protest-Seite http://www.protest-kassel.d... geäußert, dass wir nicht nur die Sache öffentlich machen sollten, sondern außerdem Herrn Möller wegen der unverlangt zugesandten Mails anzeigen sollten. Ich weiß leider nicht den genauen Straftatbestand, aber das sollte sich schnell recherchieren lassen, vielleicht helfen die Verbraucherzentralen weiter.
P.S.: Hiermit widerspreche einer Weiterverwendung meiner Webseite und der dort angegeben Email-Adressen zu anderen als den dort genannten Zwecken, insbesondere der Zusendung unverlangter Inhalte.
Robert
Robert, AK Presse&Info, Uni Kassel schrieb:
Wer von uns hat denn die Medien auf den Mail-O-Mat aufmerksam gemacht, oder war dies Herr Möller:
„heise online: Revanche für Studiengebühren-Massenmails“, http://www.heise.de/newstic...
Eule schrieb:
Ist Herrn Heinlein bekannt, das sein Server fuer solchen groben Unfug missbraucht wird?
Robert aus NRW schrieb:
Auch Politiker haben rechte, immerhin wurden sie gewählt auch wenn jetzt einigen nicht alles passt was passiert. So ist Politik nun einmal.
Ich finde indem man einen Link setzt wirbt man ja nunmal für die aktion, also ist man aktiv daran beteiligt und ich würde die weiterleitung insofern als kleine info sehen wieviele falsche daten angegeben werden und somit kein wirklicher offener protest sind sondern nur noch SPAM und eMailTerror.
Übrigens ich bin GEGEN Studiengebühren, nur falls es wenn interessiert ;-)
Gruß
/Robert
Matthias aus Hessen schrieb:
Sowohl e-mail Terror (per mailomat) wie auch die andauernden Demonstrationen, Straßenbesetzungen usw. sind ein Ausdruck von
a) kindischem Verhalten (Unreife)
b) Gewaltbereitschaft (gegen Mitbürger in Form von Einschränkung derer Lebensbereiche)
c) nicht würdig eines Studiums an einer deutschen Universität
d) zeugt von Sozialschmarotzertum in höchstem Ausmaß, denn der steuerzahlende Bürger wird von diesen sog. Studenten in seiner Freiheit massiv eingeschränkt.
Ich frage mich, warum noch keiner Anzeige erstattet hat.
Für diese Initiatoren und deren Mitläufer sollte eine Exmatrikulation obligatorisch sein.
Und ganz ehrlich: ich frage mich nur, warum die Polizei nicht endlich Wasserwerfer und Pfefferspray dagegen einsetzt.
Eine andere Sprache wird offenbar nicht verstanden.
Sebastian schrieb:
a) einer extrem unsolidarischen, gar menschenverachtende Einstellung in Folge einer erschreckenden Verinnerlichung der fragwürdigen "Werte" unserer sogenannten Leistungsgesellschaft, die nur das Ziel hat, alle Menschen möglichst wirtschaftsdienlich zu machen
b) einer Ignoranz, die persönliche "Freiheit" (keine echte, sonder der perverse Freiheitsbegriff von Bush und Merkel) über Menschenrechte stellt
c) einem gefährlichen Halbwissen: Tränengas (verharmlosend Pfefferspray genannt) und Wasserwerfer werden schon seit Wochen auf brutale Art und Weise unprovoziert gegen friedliche Demonstranten eingesetzt
Für solche Egoisten und deren Mitläufer sollte eine tägliche Blockade auf ihrem Weg ins klimatisierte Büro obligatorisch sein, um sie aus ihrer Scheinwelt herauszuholen und ihnen zu zeigen, wer den BMW und das Reihenhäuschen _wirklich_ bezahlt hat...
Und ganz ehrlich: Ich hoffe, dass Mike hier gründlich aufräumt oder die Kommentarfunktion vorübergehend abschaltet. Die berüchtigte "Diskussionskultur" aus dem Heise-Forum brauchen wir wirklich nicht.
Dabbelju schrieb:
Warum werden diese Mailomat-Typen nicht einfach verklagt?
Einfach ihnen die Zeit in Rechnung stellen, die eine Kraft zum Beantworten der Mails braucht und schon wird das ganz schnell eingestellt.
Matthias aus Hessen(Marburg) schrieb:
Ja, Du hast recht. Ich arbeite, fahre allerdings keinen BMW oder ein vergleichbares Auto.
Im übrigen wüsste ich nicht, was ein Student dazu beiträgt - es ist leider eher umgekehrt, auch wenn ihr das nicht hören wollt - ihr lebt von unseren Steuern -mit. Denn die Unis sind fast ausschließlich steuerfinanziert.
Und wer etwas haben möchte (in dem Fall "Wissen", der soll bitteschön auch etwas dafür bezahlen).
Ich studiere im übrigen nebenbei und zahle selbst für mein Studium und bleibe dabei innerhalb der dortigen Regelstudienzeit.
Menschenrechte: guter Aspekt
Die Allgemeinheit hat hat auch Menschenrechte und wenn Straßen blockiert werden und Familien mit kleinen Kindern stundenlang auf der Stadtautobahn in Marburg ausharren müssen, Termine platzen, nur weil ein paar Studis meinen, sie müssten sich auf diese Art und Weise produzieren - dann nenne ich das eine Einschränkung der Menschenrechte !
Darüber hinaus zeugen die Aktionen von einem grenzenlosen Egoismus !!!!
Nicht die anderen sind immer die Bösen - fasst Euch einmal an die eigene Nase - es stinkt zum Himmel !
Viele Grüße !
Sebastian schrieb:
Ich kann nur sagen, dass Solidarität ein Wert für sich ist und nicht in Wert und Gegenwert aufgerechnet werden DARF. Wer beginnt, den Sinn eines kostenlosen Studiums (was es beileibe ja schon heute nicht ist, durch Lehrmittelkosten, "Verwaltungsgebühren" etc.), macht irgendwann bei der Grundschule oder woanders weiter.
Eben das ist der Aspekt der Leistungsgesellschaft, den ich angreife. Die Wirtschaft hat dem Menschen zu dienen, nicht umgekehrt. Sinn des Staates ist es nicht immer mehr zu sparen und das Geld den Großkonzernen für internationale Wirtschaftskriege zuzuschieben.
Eine Steuerfinanzierung wird (bei einem gerechten System ohne Schlupflöcher) für ALLES immer gerechter sein, als eine "Kopfpauschale".
Den Egoismus weise ich erbost zurück, denn die Studiengebühren sind nur ein "Kriegsschauplatz" im Vernichtungsfeldzug gegen die Solidarität, Hartz IV und Kindergeldkürzung etcpp sind andere.
Damit schließe ich hier, das ist einfach nicht geeignet für allgemeine Diskussionen, die zu Recht, aber auch zur Genüge an vielen Orten geführt werden.
Hört auf zu demonstrieren - beginnt den Widerstand!
Sebs schrieb:
Das Thema hat einfach mehr facetten als das man sie durch ein simples Webform abbilden kann.
Christian schrieb:
In diesem Sinn wäre weniger ausflippen und weniger rauchen durchaus überlegenswert.
In diesem Sinne......
Mike schrieb:
Wenn man über Bildung spricht, spricht man primär noch nicht über eine Ware (auch wenn DIE das gerne hätten). Bildung ist ein Menschenrecht, dass jedem Menschen zugänglich sein sollte, ohne wenn und aber. Gerade, wenn sich Kinder aus besser-verdienenden Familien gegen Studiengebühren einsetzen (so wie ich) zeugt das von einer Reife und vor allem auch von einem Verständnis und Mitgefühl für sozial schwächere, das leider viel zu vielen fehlt.
Ich gehe nicht auf die Strasse, weil meine Familie zu arm für Studiengebühren wäre. Ich gehe auf die Strasse, weil ich weiss, dass es nun mal viele gibt für die ein Studium schon jetzt mit grossen finanziellen Problemen verbunden ist. Allein der Lebensunterhalt und die Buecher sind fuer viele ein Problem. Ich wohne in einem Studentenwohnheim. Wir haben hier ca. 80% Anteile auslaendischer Studierender. Ich kenne (eben durchs Wohnheim) sehr viele von denen und muss sagen: Hut ab, ich waere vermutlich nicht in der Lage nach einer Nachtschicht am Fliessband am naechsten Tag noch zur Uni zu gehen. 1500 EUR fuer nicht EU-Bürger sind (so hart das auch klingen mag, so traurig und wahr ist es leider auch) auslaenderfeindlich und wird viele der Leute, die ich hier kennenlernen durfte, einfach nur aus dem Land treiben.
Natürlich gibt es Kosten für mein Studium, die zu einem großen Teil auch von Leuten gezahlt werden, die niemals einen Fuss in die Uni setzen werden.
Ich treibe keinen Sport. Ich war noch nie in einem Stadion und das letzte mal vor ca. 5 Jahren auf einem öffentlichen Sportplatz. Dennoch wird auch von meinen Steuergeldern die Instandhaltung und der Bau von Sportplätzen gebaut. Das finde ich gut. Das nennt man Solidarprinzip. Ich zahle gerne Steuer für Sportplätze, weil ich einsehe, dass sie für eine gesunde Gesellschaft wichtig sind. Genauso wichtig wie ein Studium.
Ich könnte hier noch vieles zu einigen Beiträgen schreiben, allerdings muss man auch nicht jeden Troll füttern.
Wohlgemerkt möchte ich hier nicht per Zensur einschreiten müssen oder gar die Kommentarfunktion ausschalten. Sollte es hier aber ausufern (Beleidigungen, Aufrufe zu Straftaten, etc.) wird mir wohl oder übel nix anderes nötig bleiben, aber ich hoffe, dass das nicht nötig sein wird.
btw. ich habe kein Auto.
Wahl schrieb:
http://www.libertad.de/inha...
Alexander Elgert schrieb:
Es ist nicht illegal eMails an alle Abgeordnete zu versenden - aber eine vorgefertigte, anonyme eMail wuerde ich ebenso als Spam bezeichnen.
Ich haette einfach die gesammelte eMail-Liste als Text Datei veroeffentlicht mit der Bitte den Herren Politikern eine nette (!) Mail zukommen zu lassen. Nett, weil: Es gibt Leute, die warten nur auf einen unfreundlichen Kommentar, um sich aus der Verantwortung zu stehlen und einen Gegenprotest zu starten.
Die Einfuehrung von allgemeinen Studiengebuehren wird zu Effekten fuehren, die der CDU auf kurze Sicht einen Vorteil bringen wird.
Es ist ein haessliches Mittel der Politik Personengruppen gegeneinander auszuspielen.
Was bringt es, Leute schroepfen zu wollen, die kein Geld haben?
Was bringen Studiengebuehren an Vorteilen?
Die Politik unseres Landes wird nicht zum Wohle der Allgemeinheit eingesetzt. Die CDU versucht durch saeen von Zwietracht die Leute gegeneinander zu mobilisieren. Das klappt ja offenbar recht gut, wenn ich mir diesen Blog ansehe. Aber es laehmt leider auch den Fortschritt.
Manchmal waere es schon recht schoen, wenn die Leute selbst denken wuerden, anstelle sich von der CDU - mithilfe von Taschenspielertricks - die "Meinung" unterjubeln zu lassen.
Karsten schrieb:
Die Mailomat-Aktion finde ich trotzdem daneben. Wieso glaubt Ihr, anonymer Mail-Spam würde irgendwas ändern? Da ist es egal, wie Herr Möller zum Thema Studiengebühren steht - Belästigung in Form von Spam muss niemand auch noch gerechtfertigt finden.
Wie wäre es, wenn jeder Lobbyist oder Andersdenken mit eigenen Mailomaten unter dem Deckmantel der "Petition" die Astas aller Bundesländer von Ihrer Position zu überzeugen versuchten?
Auch der Sinn von Massenprotesten per Mail liegt im persönlichen Engagement der Teilnehmer. Mindestens durch das Absenden von der eigenen Adresse aus mit einem (z.B. vom Asta angebotenen Standardtext), bestenfalls mit dem selbst verfassten Standpunkt.
Wenn Ihr, wie heise.de schreibt, tatsächlich auch noch gegen den Rücklauf Eurer eigenen Spam-Maschine klagen wollte, dann seid ihr - pardon - doch sehr naiv.
Am Rande: Auch die (zwar privaten) Äußerungen des Autors dieses Blogs wirken angesichts der plötzlichen Öffentlichkeit dieser Seite ziemlich unseriös und unsachlich, wenn nicht gar reichlich unreif...
Grüße aus Leipzig
Michael schrieb:
Als Leitender Angestellter einer Medienagentur habe ich öfters mit Studenten im Praxissemester zu tun. Ich möchte keinem vor den Kopf stoßen, aber jeder zweite hat sein Studium völlig falsch gewählt und ist nicht den einfachsten Aufgaben gewachsen, die oftmals ein Auszubildender im 2-Lehrjahr ohne Probleme bewältigt. Diese Studenten könnten mit einer Studiengebühr sicherlich zum Nachdenken bewegt werden was die Auswahl Ihres Studiums angeht. Sicherlich werden dadurch Sozialschwache benachteiligt. Aber auch hier hat meine Erfahrung gezeigt das diese dazu bereit sind sich das Studium „zu Verdienen“ und sich dies in der Berufspraxis bezahlt macht. Diese Studenten haben im Beruflichen Alltag den „Biss“ den man sich wünscht. Ich selbst stamme aus einer Sozialschwachen Familie und habe mir meine jetzige Position mit einer Ausbildung, zig Abendkursen und zwei Fernstudien aufgebaut.
Was die Auswahl unserer Angestellten angeht handelt es sich hier zu 80% um Quereinsteiger (gelernte Lackierer, Gärtner oder Maler) die Ihr Können in Umschulungen, Weiterbildungen etc. erlernt haben und über ein solides verfügen. Diese Reaktion unserer Geschäftsführung sollte dann doch eigentlich zum Nachdenken anregen. Und wenn ich hier in der Stuttgarter Innenstadt zahlreiche Studenten in einer Bar sehe, die sich noch immer einen Cocktail für über 10 Euro schmecken lassen, dann kann es doch nicht ganz so schlimm um unsere Studenten stehen.
Sebastian schrieb:
herr möller hat ein fehler getan. er kann nicht einfach willkürlich mails an irgendwelche scheinbar verdächtigen weiterleiten, nur weil es in seinem ermessen richtig ist was er tut.
selbstjustiz ist das und die ist verboten, sogar für cdu politiker und landtagsabgeordnete.
Alexander schrieb:
der Denkfehler in Deiner "Denksteuer" liegt darin, dass Du generell davon ausgehst Studenten seien fuer die Studienlaenge selbst verantwortlich.
Das stimmt nur leider nicht immer.
Zudem verlaengern auch ehrenamtliche Arbeiten das Studium. Und dass hierfuer der Student auch noch zahlen soll kann ich nicht nachvollziehen.
Ralf schrieb:
Alexander schrieb:
Herr Moeller haette sich an den Betreiber des mailomat wenden muessen. Offenbar kennt sich Herr Moeller mit einigen Dingen nicht aus und unternimmt gerne willkuerliche Aktionen. Und deswegen muessen wir ihm sachlich mitteilen, dass wir das nicht moegen.
Wahrscheinlich hat er zum Weiterleiten der eMails mehr Zeit benoetigt, als ihr zum Loeschen, also ;)
Der Zwiebelfisch schrieb:
Zum Thema E-Mails: http://www.spiegel.de/kultu...
Der Zwiebelfisch
jo schrieb:
Dabei kann man durch eine einfache Rückfrage "Willst du das wirklich?" an die angegebene Adresse die Kuh einigermaßen vom Eis bekommen und das Argument, die Absender hätten nicht wirklich Interesse an einer Diskussion zumindest zum Teil entkräften.
Moe & Mike: Wenn ich es grob richtig sehe, begeben sich die Betreiber des Mailomaten auf rechtlich ziemlich dünnes Eis (analog zum Grußkarten-Spam diverser Parteien, gegen den GvG und Ralf Ostermann schon vor Jahren erfolgreich vorgegangen sind: http://www.heise.de/newstic... ). Kurz: Scheissidee. Unabhängig von der Notwendigkeit eines möglichst lauten Protestes.
Wahl: Wäre vielleicht nicht schlecht, wenn man ein klein wenig zwischen den verschiedenen Möglichkeiten per Mausklick zu demonstrieren bzw. zu protestieren differenzieren würde.
Gerade die Libertad-Geschichte ist einfach zu komplex, um den ursprünglich geplanten dDos nun auf ein "wurde freigesprochen, ist erlaubt!" zu reduzieren. Falls dich die Hintergründe interessieren:
http://fx3.org/blog/2006/06...
Daraus: "Warum das ein Problem ist?
Nun, bei Demonstrationen im nicht-virtuellen Raum zeigt man durch physische Präsenz, dass man eine Sache unterstützt, bzw. mit einer anderen nicht einverstanden ist. [...]
Wenn die gleichen User allerdings per Mausklick ein Tool starten, das den gleichen Webserver immer und immer wieder automatisiert mit Anfragen überschwemmt, die manuell in dieser Masse und Form „nicht möglich“ wären, wird es problematisch. [...]
Es ist, um bei der schiefen Analogie von oben zu bleiben, als ob Demonstranten nicht mehr selber demonstrieren, sondern stellvertretend ein paar Dutzend oder gar hunderte Roboter auf die Straße schicken.
Das Verhältnis zwischen Demonstranten und ihren Stimmen wird asymetrisch. Das kann es, unabhängig von der Notwendigkeit eines Protestes und dem Wissen, dass man dem Gegner (Staat, Großkonzern, whatever) sonst unterlegen ist, nicht sein."
Leitender Angestellter einer Medienagentur: Was wollen Sie mit der Hinweis, regelmäßig Studenten beim Trinken von über 10 Euro teuren Cocktails zu sehen, zum Ausdruck bringen?
Natürlich gibt es Kommilitionen, die zwischen Tennis und Cocktails kurz mit dem zum Abitur erhaltenen Roadster über den Uniparkplatz cruisen, und?
Ich könnte Ihnen weit mehr Studenten zeigen, die von 10 Euro 3 oder mehr Tage leben müssen! Die würden sich ihr Studium sicher gerne "verdienen", sind aber schon jetzt damit ausgelastet Monat für Monat ihren Lebensunterhalt zusammen zu bekommen.
erdbeermilch schrieb:
ich finde auch, dass eine persönliche mail mehr sinn macht, habe aber auf sämtliche an koch, corts und gefolgsleute abgeschickte nachrichten auch keine antwort bekommen!
wenn behauptet wird, dass es lächerlich ist, wenn sich studierende mit wohlhabenden eltern über die einführung von studiengebühren wehren, dann muss ich mit schrecken feststellen, dass es immernoch leute gibt, die nichts, aber auch gar nichts verstanden haben!!!
Moe schrieb:
Wenn die Mails aber an Personen weitergeleitet werden, die eben nicht die Ansprechpartner sind, und das auch noch in grossen Massen, dann ist das in meinen Augen Spam.
Sprich: Wenn zB ich nun einmal den Mailomaten benutze, erscheint mir das eine legitime Nutzung. Ich verschicke damit eine Mail an all diejenigen, welche die entsprechenden politischen Entscheidungen zu tragen haben. Wenn Herr Möller nun aber hunderte von Mails an ein- und dieselbe Person weiterleitet, scheint mir das Spam zu sein.
Ist der Witz beim E-Government eben nicht, dass man sich eben persönlich per Mail an seine Regenten wenden kann? Es sind nunmal nicht irgendwelche Nummern, sondern StudentInnen aus Fleich und Blut, über deren Zukunft hier entschieden wird.
Hinrich schrieb:
"Herr Möller wäre gut beraten, die E-Mails zu lesen, deren Inhalt zu prüfen und dann sachlich Stellung zu beziehen"
Aha. Wenn Herr Möller 60000mal den gleichen (!) Text bekommt, soll er den auch 60000mal lesen und Stellung beziehen?
Reicht das nicht einmal?
Sebastian schrieb:
ich hab natürlich schon, als ich nachts bemerkte dass ich zugespammt werde, eine filterregel eingebaut. somit musste ich morgens quasi nur noch auf "papierkorb leeren" klicken... ist ja auch egal...
zu hinrich sein kommentar:
es gab viele Leute die den inhalt verändert haben, da ich auch von der spam attacke betroffen war, weiß ich genau das bestimmt 25% den text verändert haben.
Jawohl Ich schrieb:
Wenn wir jetzt von Solidarität sprechen: Wer schuldet hier eigentlich wem Solidarität?
Was spricht gegen nachgelagerte Studiengebühren, die gut verdienende Akademiker zahlen müssen? (Wobei Kinder diesen Betrag natürlich mindern sollten)
Die totale Blockadehaltung der Studentenschaft führt dazu, dass die schlechteren Studiengebührenkonzepte Oberwasser bekommen.
Statt die Diskussion zu lenken und so den Interessen aller studierenden zu dienen verlegen sich die Asten auf sinnlosen totalprotest, wobei sie sich nicht einmal der Mehrheit der Studenten sicher sein können.
Ich glaube, die schweigende Mehrheit der Studenten wäre einem sinnvollen Studiengebührenkonzept, dass soziale Ungleichheiten ausschließt und zu mehr Wezzbewerb der Hochschulen um Studenten führt nicht abgeneigt.
Aber so wird es nur plumpe Gebührenerhebungen geben, dessen geld nicht direkt an die Unis fließt.
Was ihr da macht ist, nicht Interessenvertretung sondern persönliche Freizeitgestaltung mit politischem Anstrich! Reine Revoluzzer-Romantik. Ihr fühlt euch gut, bewirkt aber gar nichts. Und gewaltsamer Widerstand wird auch rein gar nichts bewegen.
Außer einigen Steinen und Autos, die umgekippt werden. Aber hauptsache es macht Spaß und man fühlt sich gut, weil die Sache ja richtig ist. Ist sie aber nicht.
Moe schrieb:
http://weblog.plasticthinki...
Und *wenn* ein Akademiker tatsächlich mehr verdient als andere - was in den Geisteswissenschaften oft genug nicht der Fall ist - so zahlt er doch sowieso schon entsprechend mehr Steuern.
Abgesehen davon, dass auch Du von gut ausgebildeten Ärzten, Anwälten, Lehrern etc profitierst. Noch ist dieses Land zumindest in Teilen eine Solidargemeinschaft. Aber wie gesagt, dass Thema dieses Beitrags sind - soweit ich das sehe - nicht Studiengebühren an sich, sondern die Email-Aktion des Herrn Möller.
Joe schrieb:
Erbaermlich finde ich jedoch, sich an einer Aktion zu beteiligen (Verweis auf Mailomat) und dann gleich zu Mama (Justita) rennen zu wollen, wenn jmd. mit aehnlichen Mitteln einen Gegenprotest startet. In welcher Welt lebt ihr eigentlich? In einer Demokratie wird man wohl kaum der einen Partei ein Mittel zugestehen koennen, waehrend man der anderen es verweigert.
Letztlich kann ich doch nur noch lachen (Muahahahah), denn wer wird euch bei eurem Verhalten schon ernst nehmen? Ihr habt euch mit dieser Aktion nur laecherlich gemacht.
Stefan schrieb:
Ich finde Studiengebühren eine gute Sache. Wer genug Zeit hat um neben seinem Studium noch Demos und Krawalle mit der Polizei zu organisieren, der sollte stattdessen besser Arbeiten gehen um das Geld für die Gebühren zu verdienen.
Während meiner gesamten Studienzeit habe ich vom Asta oder Stupa oder sonstigem Unsinn keine sinnvolle Aktion mitbekommen.
Und wenn dann noch eine gezielte Spam-Welle als "friedlicher Protest" betitelt wird kann ich nur noch auf Gebühren, lieber heute als morgen, hoffen um die Asta-Trödler endlich von der Uni zu entfernen...
mia schrieb:
Moe schrieb:
Das ist etwas anderes, als hunderte bis Tausende von Mails an Menschen weiterzuleiten, die ganz sicher nicht die Adressaten dieser Emails sind.
Ob man da nun gleich eine Abmahnung anstreben muss, steht in der Tat auf einem anderen Blatt.
Tatsache ist, dass Mike weder den Mailomaten gebastelt, noch eine Abmahnung - oder sonstige rechtliche Schritte - eingeleitet hat.
Was bei derartig undifferenzierten Kommentaren wie dem obigen vielleicht mal klargesetllt werden sollte. Die Leserschaft von heise ist immer wieder ein Phänomen.
mia schrieb:
EFCB schrieb:
Man stelle sich vor, Landtagsabgeordnete wie z.B. Möller oder andere hätten die ASten oder andere Aktionisten mit Spam zugeschüttet und die Antwort der Genervten wäre eine Aktion wie die von Möller gewesen. Dies wäre auf den Campussen der Schenkelklopfer gewesen, hätte man doch den hinterwäldlerischen konservativen Dummbeuteln listig eins ausgewischt. Nur dummerweise ging es diesmal grad andersherum.
Dies sollte man mit Humor nehmen und versuchen "auf dem kleinen Dienstweg" zu erreichen, daß man auf beiden Seiten diese Sache entschärft.
Mike schrieb:
Joe schrieb:
I.O., aber ist dann nicht auch die Reaktion des Abgeordneten eine Form der Verteidigung?
mia schrieb:
Alexander schrieb:
vielen Dank fuer Deinen Beitrag!
Ich freue mich, dass meine Art E-Mail zu schreiben auch Dir eine Moeglichkeit gegeben hat sich an dieser Diskussion zu beteiligen. ;)
Mithilfe von Sekundaerstreitikeiten versucht man insbesondere in der Politik
die Lacher sozusagen auf seine Seite zu ziehen - letztendlich entscheidet die Schreibweise eines Wortes ob jemand intelligent ist oder nicht... und ob jemand den richtigen Studiengang gewaehlt hat ... dann wahrscheinlich
auch.
Ob uns jedoch solche Urteile jedoch (in irgendeiner Form) weiterbringen wage ich zu bezweifeln.
Ferner moechte ich Dir den Rat geben Deinen vollen Namen zu nennen - nicht
nur weil die Netiquette dies fordert - sondern weil man dann auch selbst mehr
ueber den Inhalt seine Beitraege nachdenkt.
Letztendlich waere dies auch eine Form der Bezahlung, die Du ja selbst
zur Wiederherstellung "orthographischer Grundbildung" forderst.
Im Grunde genommen ist Dein Beitrag paradox. ;)
---
Hallo Sebastian,
ich wuerde die Sache mit dem Spam komplett in die Tonne treten - diese Streitigkeit bringt nichts. Sie wird nur fuer eine Verhaertung der Fronten sorgen und letztendlich laesst Du Dich damit auf Sekundaerstreitigkeiten ein,
was uns (bzw. euch Studenten) genau vom Thema abbringt.
Der Angesprochene schrieb:
Alexander schrieb:
ich sehe dass es hier zwei verschiedene Arten der Auffassung von Studiengebuehren gibt.
Die einen meinen Studiengebuehren seien ja nicht so schlimm und sind dafuer.
Die anderen fragen nach dem Sinn solcher Gebuehren und sind dagegen.
Es ist in Deutschland Mode immer einen Suendenbock zu suchen, der fuer den Verfall der Werte verantwortlich gemacht wird.
Studiengebuehren zu akzeptieren ist ein Schuldeingestaendnis.
Joe schrieb:
Ich verurteile nicht, dass man sich an Abgeordnete wendet, jedoch halte ich die angewendeten Mittel für äußerst zweifelhaft. Wenn man massenhaft Emails mit ähnlichen Inhalt an einen Empfänger sendet, so hat das weniger den Zweck, sachlich über ein Thema zu diskutieren (bzw. Protest auszuüben), also viel mehr zu provozieren, indem man demjenigen das Leben versucht schwer zu machen(auf die Nerven geht), aus welchen Gründen auch immer.
Wäre das eigentliche Anliegen gewesen, tatsächlich auf sachliche Art und Weise sein Anliegen kund zu tun, ohne jmd. absichtlich das Leben schwer machen zu wollen, hätte man eine einzelne Petition verfasst, der man (Studenten, u.a.) sich anschließen kann und diese an die Abgeordneten gesendet.
Ich bin der Meinung, dass sowohl die Initiatoren des Mailomaten also auch der Abgeordnete zu Mitteln gegriffen haben, die nicht i.O. sind (inwieweit dadurch gegen Gesetze verstoßen wurde, kann ich nicht beurteilen)
Jana schrieb:
Bist du generell einfach für Studiengebühren oder einfach nur gegen solche Aktionen wie den Mailomaten?
Ute Lehmann schrieb:
Ab 30 Jahre gibts keine Bildungskredit mehr---und wegen der Altersversicherung kein BaföG. Das ist hier kein Rechtsstaat mehr und auch keine Demokratie.
Hessen KOCHt und ich koche mit!
Hier sind wohl französische Verhältnisse
angesagt und ein neues Lied von den Scorpion "wind of change-diesmal in D"
Fragt mal die Scorpions, ob die mitmachen???
Ute Lehmann schrieb:
Und es gibt Programme,Herr Möller,die
60 000 identische email problemlos löschen. Aber von praktischen Dingen haben Politiker ja eh keine Ahnung--sonst würden die jetzt nicht mit 19% Mehrteuer-Steuer nicht den Binnenmarkt abwürgen oder mit Dummheit ein ehemals reiches Land so verkommen zu lassen...
Joe schrieb:
Ich stelle mal folgende Frage: Wenn man durch ein Studium später Brutto 20.000 Euro/Jahr mehr verdient, als jmd. mit einer gewöhnlichen Ausbildung, ist es dann sozial ungerecht und unverantwortlich, ja geradezu moralisch verwerflich, wenn man sich überproportional an der Finanzierung der Lehre durch die Universitäten beteiligen muss?
Ich finde es weniger wichtig, gegen Studiengebühren zu protestieren, als viel mehr dafür zu sorgen, dass sozialgerechte Modelle eingeführt werden.
Dazu zählt ganz sicher, dass Studiengebühren (a) erst nach erfolgreichem Abschluss fällig werden, (b) erst ab einem gewissen Jahres-Brutto-Gehalt gezahlt werden, was insbesondere bedeuten soll, dass Arbeitslosigkeit von der Erstattung der Gebühr befreit.
Wichtig ist doch vorallem, dass man (a)
ohne zu großem Risiko (jeder, der ein Studium beginnt, geht ein Risiko ein, da er nicht weiß, ob er den Abschluss schaffen und es ihm später zum Vorteil sein wird, auch durch entgangenes Gehalte/Lohn durch andere Tätigkeiten, die man während des Studiums nicht ausüben konnte) studieren kann und (b) die Aufnahme und Durchführung eines Studiums nicht vom finanziellen Hintergrund des potentiellen Studenten abhängt und (c) sich ein Studium für einen selbst gelohnt hat (z.B. finanziell)
Das sind doch die eigentlich Fragen: Wer muss Studiengebühren zahlen und unter welchen Bedingungen, bzw. in welchem Umfang?
Jana schrieb:
Jawohl Ich schrieb:
Jana, wenn Du die Agumente der gegenseite richtig lersen würdest wüsstest Du dass sozial verträgliche Studiengebühren von einem wenig verdienenden Geisteswissenschaftler nicht gezahlt werden müssen!
@Moe: Tolles Argument. Aber widerlegen kannst Du diese "Stammtischargumente" offensichtlich nicht.
Du gehst ja nicht einmal drauf ein.
Könnte nicht die Möglichkeit bestehen, dass die CDU recht hat, auch wenn sie der Feind ist?
Was sind das für Studenten, die nicht mehr differenziert und kritisch denken können?
Zur Solidargemeinschaft: Mit dem Argument, dass ich auch was von gut ausgebildeten Ärzten habe, kann ich auch argumentieren, dass reiche Unternehmer keine Steuern zahlen müssen, weil sie ja schließlich tolle Produkte initiieren und Arbeitsplätze schaffen, wovon ich auch etwas habe!
Nein. Naürlich habe ich etwas von gut ausgebildeten Akademikern. Aber ich habe auch etwas von gut ausgebildeten Handwerkern und von gut ausgebildeten Facharbeitern. Insofern ist das kein Argument.
Wieso ist es solidarisch dass ein gut verdienender Akademiker der *überproportional* gut verdient seine Ausbildung, die ihn an die Spitze der Gesellschaft katapultiert nichts für diese Ausbildung zahlen muss?
Stimmt es etwa nicht dass die meisten Studenten aus gut verdienenden Elternhäusern stammen?
Stimmt es nicht, dass die Arbeitslosenquote unter Akademikern auch unter Geisteswissenschaftlern
besonder gering ist?
Das problem ist doch ganau dieses: Arbeiterkinder studieren häufig nicht. Grnd ist unter anderem eine schlechte Frühförderung in Deutschland! Da sollte ein bisschen mehr Solidarität walten.
Aber nein die verwöhnten Bürgerkinder verteidigen lieber ihre Privilegien ohne über den Tellerrand zu blicken.
Nochmal: Was spricht gegen sozialverträglcihe im nachinein zu zahlende Studiengebühren, die nur von gut verdienenden zurückgezahlt werden müssen?
Bitte nicht wieder mit rhetorischen Tiffflügen Antworten.
Jawohl Ich schrieb:
Wie gesagt. ich sehe nur, dass Durch Eure Blockadehaltung überall nur die schlimmstmöglichen varianten von Studiengebühren eingeführt werden.
Sie müssen sofort gezahlt werden
Ärmere Studenten müssen Angst haben, dass sie Schulden auffhäufen
Sie kommen nicht direkt den Universitäten zu Gute
Das halte ich für sehr schlimm. Und ich finde es schade, dass die Studentenschaft nicht in der Lage ist hier zu steuern und zu sehen, dass eine totalblockade weniger Effekt hat, als ein Steuerungsversuch.
Man könnte diese schlechten Gebührenmoodelle derartig verreißen und auch in der Öffentlichkeit mehr Empörung erzeugen, wenn man sich einmal auf sozialverträgliche Studiengebührenmodelle einlässt.
Studiengebühren sollen: Die universitäten mit *zusätzlichem* geld ausstatten, den Wettbewerb zwischen den Universitäten zugunsten der Studenten fördern.
Sie dürfen auf keinen fall: Jemandem der talent hat vom studieren abhalten. Das können wir uns nicht leisten.
Moe schrieb:
Nebenbei ist es ziemlich sicher, dass die Unis nun mit Studiengebühren langfrsitig weniger Geld und weniger Studierende haben werden. Der Staat wird sich zunehmend aus der Finanzierung zurückziehen. Die Chancenungleichheit wird sich verstärken. Aber darum geht es hier wie gesagt nicht.
Und auf 'Argumente' wie 'wer Zeit zum protestieren hat, soll doch schneller studieren oder arbeiten' u.ä. kann man nunmal nichts antworten, es *sind* Totschlag-Argumente vom Stammtisch die sich auf jede beliebige Personengruppe anwenden lassen.
Abgesehen davon sind Deine Äusserungen einfach unwahr, zB:
"ich sehe nur, dass Durch Eure Blockadehaltung überall nur die schlimmstmöglichen varianten von Studiengebühren eingeführt werden.
Sie müssen sofort gezahlt werden"
Hannah schrieb:
Jana schrieb:
Mike schrieb:
Joe schrieb:
Sagt mal, seit ihr eigentlich in der Lage, vernünftig (mit widerspruchsfreier Logik und Vernunft im Sinner der Aufklärung) zu diskutieren und Argumente zu verstehen? Ich bin gerade etwas am verzweifeln.
Erst mal zu Jana: Hast du meinen Beitrag und die darin enthaltene Argumente und Vorschläge verstanden?
Zitat (Jana): "Nicht jeder studiert Medizin oder Jura. Die Leute, die ihren "erfolgreichen Abchluss" in den Geisteswisenschaften machen finden halt nicht immer gleich nen Traumjob mit Traumgehalt. Und nach dem Studium einen Job suchen zu müssen, mit nem riesen Schuldenberg im Nacken;[...]"
Zitat (meinereiner): "[...]Dazu zählt ganz sicher, dass Studiengebühren (a) erst nach erfolgreichem Abschluss fällig werden, (b) erst ab einem gewissen Jahres-Brutto-Gehalt gezahlt werden, was insbesondere bedeuten soll, dass Arbeitslosigkeit von der Erstattung der Gebühr befreit.[...]"
Kann mir jmd. mal erklären, was daran sozial ungerecht sein soll?
Ich fasse deine deine Aussage so auf, dass du mir unterstellst, dass du, der Meinung bist, ich sei dafür, dass du bei Arbeitslosigkeit oder nicht überdurchschnittlichem Einkommen auf einem Schuldenberg sitzen sollst.
Jetzt wüsste ich nur gerne, aus welcher meiner Aussagen du das hergeleitet hast?! (bzw. besagt nicht eher mein Selbstzitat das Gegenteil?)
Zitat (Jana): "[...]Grund: langweilig und ihr macht mir nicht den Eindruck als würdet ihr Argumente, die euch nicht in den Kram passen, mal überdenken oder so.[...]"
Na, jetzt bin ich aber mal gespannt. Wer ignoriert denn hier Argumente? Und welche Argumente soll z.B. ich nicht überdenken?
So wie ich die Sache sehe, ist doch das Hauptargument gegen Studiengebühren, dass sie sozial ungerecht seien. Ich finde, man kann dieser Behauptung weder direkt zustimmen, noch ablehnen. Nur wenn man genau sagt, wie Studiengebühren erhoben werden, wer sie zu zahlen hat und unter welchen Umständen, kann man meiner Meinung nach beurteilen, ob sie sozial ungerecht sind.
Wenn mir jemand widersprechen möchte, möge er doch bitte seine Argumentation an Hand meiner Beiträge vom 16.06.2006 23:51:12 sowie dem jetztigen zitieren.
Hannah schrieb:
Dass die Krankenschwester nun nicht mehr nur das Studium des Arztsohnes finanzieren muss(und das muss sie weiterhin, denn sie wird durch die Einführung der Studiengebühren nicht weniger Steuern zahlen müssen als bisher und die Studiengebühren fließen ja angeblich!!! direkt in die Hochschulen), sondern auch das ihres eigenen Kindes finde ich auch sozial ungerecht. Du kannst dir gerne den Kopf über ein sozialverträgliches Modell zerbrechen und solltest du eins finden, dann liegt das vielleicht daran, dass wir "sozialverträglich/ sozial gerecht" unterschiedlich definieren. Ich bin mit meinem ersten Beitrag auch gar nicht explizit auf deine Kommentar eingegangen, sondern so auf alles mögliche drumherum.
Könnte noch eine Menge schreiben, aber vermutlich wäre sowieso auch das völlig ohne Vernunft und Sinn...
Mike schrieb:
Schaut Euch den Link einfach mal an und rechnet selbst ein bisschen rum mit dem Rechner.
Hannah schrieb:
Gunnar schrieb:
[...]Dazu zählt ganz sicher, dass Studiengebühren (a) erst nach erfolgreichem Abschluss fällig werden, (b) erst ab einem gewissen Jahres-Brutto-Gehalt gezahlt werden, was insbesondere bedeuten soll, dass Arbeitslosigkeit von der Erstattung der Gebühr befreit.[...]"
Okay, zur sozialen Gerechtigkeit, wobei einige Arguemente ja schon genannt wurden:
- Sozial Schwache haben neben den Studiengebühren auch noch die Zinsen für einen Kredit zu zahlen. Reiche können dagegen die Studiengebühren locker bezahlen und müssen zudem auch keine Zinsen in Kauf nehmen.
- Ausländer müssen höhere Gebühren zahlen
- Es gibt keine gerechten Gebühren: Warum sollte ein Medizinstudent, dessen Studium um ein vielfaches teurer ist, als das eines Geisteswissenschaftlers die gleichen Gebühren zahlen?
Wenn man nun aber die Gebühren Fächerabhängig staffelt, würde die Studienrichtung nur nach rein wirtschaftlichen Aspekten gewählt. Und ich glaube das will kein Mensch. (Ausser vielleicht die CDU)
Joe schrieb:
"[...] soll mit der Rückzahlung des Kredits erst bis zu zwei Jahre nach Studienende begonnen werden können, und erst ab einer Gehaltsgrenze von monatlich 1060 Euro soll überhaupt gezahlt werden müssen[...]"
Wenn dem so ist, halte ich es für ziemlich großen Unsinn. Ich finde, dass man Studiengebühren, wenn man sie denn erhebt, nur von Leuten erheben soll, die einen erheblichen (zumindest nennenswerten) (finanziellen) Vorteil durch ihr Studium ziehen. Meiner Meinung nach fängt dies bei 40.000, eher 50.000 Euro an (laut Brutto-Netto-Rechner von http://www.nettolohn.de, Standardeinstellungen ergeben bei 50.000 Euro rund 2150 Euro netto im Monat). Ich denke, dass in diesen Fällen Studiengebühren von 500 Euro (6000 Euro nach 12 Semestern) bei 5% verkraftbar und nicht unsozial sind, da man bei einem Bruttogehalt von 50.000 Euro eventuell schon zu den Besserverdienern gezählt werden kann.
Vor der Beispielrechnung sollte man sich aber hüten. Studiengebühren sind ja nicht die einzigsten Kosten, mit denen man als Student konfrontiert wird. Viel höher fallen die sogenannten Opportunitätskosten aus. Nur mal so vorgerechnet: Wenn man mit Mittleren Reife abgeht und stattdessen eine gewöhnliche Ausbildung beginnt, sollte man während einer 3jährigen Ausbildung 25000 Euro Butto, macht rund 12.500 Euro Netto, verdienen können. Nach der Ausbildung könnte man sicherlich 30.000 Euro Brutto im Jahr verdienen, macht rund 15.500 Euro Netto im Jahr. Nimmt man jetzt mal an, dass man wie in der Beispielrechnung beschrieben 12 Semester bis zum Abschluss studieren müsste, zudem noch die Oberstufe besucht hat (3 Jahre Ausbildung, 6 Jahre arbeiten als Ausgelernter) macht das insgesamt 105.500 Euro netto, die einem während dieser Zeit entgangen sind. Jetzt kann man sich mal die Zinsen bei 2,5% ausrechnen (soviel bietet wohl jedes Sparbuch), dann macht das rund 220 Euro Zinsen im Monat (ein Leben lang!!!!!) aus. Ich habe jetzt noch nicht günstig gerechnet.
Wem 100 Euro im Monat unbezahlbar erscheinen, um es mal überspitzt (!) zu formulieren, sollte sich schwer überlegen ein Studium zu beginnen, wenn er nicht beabsichtig, etwas lukratives zu studieren. Denn die 220 Euro werden einem noch mehr fehlen.
Mir ist klar: 100 Euro/Monat sind eben 100 Euro/Monat und das ist nicht wenig. Aber die anderen Kosten schlagen noch heftiger zu Buche, falls man eben nicht anstrebt, etwas zu studieren, was sich auch finanziell lohnt, sollte man sich darüber bewusst sein. (klingt hart, ist es aber leider auch).
Das war jetzt nur mal so eine Rechnung, um sich mal darüber Gedanken zu machen. Aber um es nochmal auf den Punkt zu bringen. Wenn jemand ab 1060 Euro (ich hoffe doch Netto) im Monat Studiengebühren zahlen muss, ist das nicht korrekt. Ab 2150 Euro netto im Monat sehe ich das schon nicht mehr so.
Jawohl Ich schrieb:
"Nebenbei ist es ziemlich sicher, dass die Unis nun mit Studiengebühren langfrsitig weniger Geld und weniger Studierende haben werden. Der Staat wird sich zunehmend aus der Finanzierung zurückziehen. Die Chancenungleichheit wird sich verstärken. Aber darum geht es hier wie gesagt nicht." Das sehe ich eben anders. Mitdemselben Recht wie Du auch spekulierst.
Ich glaube nicht, dass sich der Staat sich aus der Hochschulfinanzierung zurückziehen wird.
"Und auf 'Argumente' wie 'wer Zeit zum protestieren hat, soll doch schneller studieren oder arbeiten' u.ä. kann man nunmal nichts antworten, es *sind* Totschlag-Argumente vom Stammtisch die sich auf jede beliebige Personengruppe anwenden lassen."
Richtig. Solche Argumente verwende ich aber auch nicht. Bitte genau lesen und differenzieren. Feind - zur Not einfach Feind - Freund Schema abschalten.
"Abgesehen davon sind Deine Äusserungen einfach unwahr, zB:"
"ich sehe nur, dass Durch Eure Blockadehaltung überall nur die schlimmstmöglichen varianten von Studiengebühren eingeführt werden.
Sie müssen sofort gezahlt werden"
Aha, in BaWü müssen sie demnächst sofort gezahlt werden. Aber ich kann mich täuschen. Zum Argument : Wurde schon diskutiert. Wenn es jetzt diskutiert wird dann ganz oder gar nicht.
@Hannah:
"Wenn du davon sprichst, dass die meisten Studierenden wohlhabende Eltern haben, dann solltest du dir doch mal überlegen, woran das liegt."
Da gibt es viele Gründe. Erste frage zunächst: Wieviele Kinder aus nicht - Akademiker Familien gelangen überhaupt zum Abitur?
Die Chancenungleichheit beginnt in Deutschland bereits im Kindergarten!
Das Studium ist eine längere Phase des verdienstausfalls - da hast Du recht. Das ist ein Hinderungsgrund gerade für Studierende aus ärmeren Schichten.
"Das aber als Argument für Studiengebühren zu verwenden, finde ich fast schon makaber. "
Nachträglcihe Studiengebühren für die Bürgerkinder, die später (wahrscheinlich sogar aufgrund von Beziehungen) eh mehr verdienen als andere.
"Ich kann doch nicht aufgrund der Tatsache, dass die Bildung sowieso schon nicht für jeden unter gleichen Bedingungen zugängig ist auf einmal sagen: na gut, dann sollen die, die sowieso schon weniger Möglichkeiten haben eben ab 2007/08 noch mehr Steine in den Weg gelegt bekommen."
Nein natürlich nicht. Hab ich ja auch gar nicht geschrieben.
Studiengebühren könnten ein Instrument sein, um die Universitäten in einen Wettbewerb zum Wohle der Studenten zu bringen.
Und das geht auch ohne weitere Benachteiligungen,
*wenn sozial schwache von diesen Gebühren schlicht befreit werden*, wie im nachgelagerten Modell der Fall.
" Anscheinend hast du auch das Problem, das wir nicht daran glauben, dass das Geld direkt in die Universitäten fließt (zumindest nicht langfristig)nicht begriffen. Wenn du dich aber darauf verlassen willst, dass Koch, Corts und Co. Wort halten...bitte, dann mach das. Spätestens 2010 werden dann auch die große Augen machen, die heute sagen, dass das doch alles gar nicht so schlimm ist!"
Klar, aber warum setzt ihr Euch nicht für ein alternativ-Modell ein, dass sozial Schwache nicht vom Studium abhält und in dem das Geld den Unis direkt zufließt und nicht in demselben Maße gekürzt wird. Wenn man das gut kommuniziert, hättet ihr ME mehr Chancen überhaupt ernst genommen zu werden.
"Und das Studierende aus Nicht-EU-Ländern bis zu drei mal soviel zahlen müssen...hast du dazu auch eine Meinung? Ist wahrscheinlich nur fair, weil deren Eltern ja eventuell keine Steuern zahlen, oder was? Weiß nicht, aber mich kotzt es langsam an, wie wenig sich die Menschen für die Situation anderer interessieren."
Mhh, nach PISA ist der Bildungsaufstieg in Deutschland weniger einfach als in anderen Ländern. Aber das Problem ist bereits in der Schule angelegt. Die Frage ist also zum beispeiel: Wieviel Arbeiterkinder studieren in GB oder Australien? Und warum gibt es da einen Unterschied? Wäre doch mal interessant.
Jawohl Ich schrieb:
"- Sozial Schwache haben neben den Studiengebühren auch noch die Zinsen für einen Kredit zu zahlen. Reiche können dagegen die Studiengebühren locker bezahlen und müssen zudem auch keine Zinsen in Kauf nehmen."
Warum setzt ihr Euch dann nicht für ein Modell ein, in dem es keine Zinsen gibt?
"
- Ausländer müssen höhere Gebühren zahlen"
Warum setzt ihr Euch nicht dafür ein, dass Ausländer keine gebühren zahlen müssen?
"Es gibt keine gerechten Gebühren: Warum sollte ein Medizinstudent, dessen Studium um ein vielfaches teurer ist, als das eines Geisteswissenschaftlers die gleichen Gebühren zahlen?"
Es geht auch nicht um absolute Gerechtigkeit soindern darum:
Niemand sollte von einem Studium aus finanziellen Gründen abgehalten werden. Ich denke das ist der Grundkonsens einer Definition von "sozial gerecht" den wir alle teilen können.
ich möchte ja nur mal kritisch nachhaken, ob ihr der Sache im Sinne dieser Definition mit einer Totalblockade nicht einen Bärendienst erweist.
Außerdem halte ich einen Wettbewerb um das geld der Studenten für Sinnvoll.
"Wenn man nun aber die Gebühren Fächerabhängig staffelt, würde die Studienrichtung nur nach rein wirtschaftlichen Aspekten gewählt. Und ich glaube das will kein Mensch. (Ausser vielleicht die CDU)
"
Mhh doch das wollen viele. Sie meinen, dass ein promovierter soziologe, der Taxi fährt besser dran wäre, wenn er BWL studiert hätte und Buchhalter wäre. ;)
Das ist wieder eine Grundsatzfrage: Sollen die leute studieren um sich persönlich zu bilden oder sollen sie möglichst effizient für den Arbeitsmarkt ausgebildet werden?
Die von mir vorgeschlagene Variante führt nicht zu einer "marktgerechten" Studienwahl, weil die Lebkungswirkun g der gebühren entfällt.
Gunnar schrieb:
Dann mal ne Gegenfrage:
Warum kommen Politiker wie Möller, Corts, Koch und co. denn nicht selbst drauf, dass Zinsen neben den eigentlichen Studiengebühren eine erhebliche Mehrbelastung darstellen? Oder auch dass der 3-fache Satz für viele ausländische Studierende das Aus bedeuten würde. Zur Lebenssituation von ausländischen Studierenden gibt es ne menge Erhebungen, oder ganz pragmatisch: Man brauch ja nur mal in ein Studentenwohnheim reingehen.
Es sind zudem auch geisteswissenschaftliche Studiengänge wichtig und Leute die dies heute schon studieren, wissen bereits um die schwierige Jobsituation. Sie dazu dann noch mit einem Schuldenberg zu belasten ist einfach falsch.
Ich hab übriegens auch schon sehr oft von meinen Professoren gehört, dass es wichtig ist, sich neben dem Hauptstudium noch mit anderen Disziplinen zu beschäftigen. Dies würde einem duch Studiengebühren auch verwährt.
Hinzu kommt, dass studieren so auch schon teuer ist, wie bereits schon erwähnt.
Bücher, Wohnung, Esssen, Kultur...etc.
M. Grüber schrieb:
Mike schrieb:
http://www.asta-marburg.de/...
sehr lesenswert!
Joe schrieb:
Nehme ich auch an.
(Zitat Jawohl): "[...]Das ist wieder eine Grundsatzfrage: Sollen die leute studieren um sich persönlich zu bilden oder sollen sie möglichst effizient für den Arbeitsmarkt ausgebildet werden?[...]"
:-) Ich meine, dass es nicht Aufgabe des Staates ist, den Leuten ihr Hobby zu finanzieren, sondern ihnen zu einer guten Ausbildung zu verhelfen, die für Wohlstand sorgt (für den Ausgebildeten selbst, da er mehr verdient und für die Gemeinschaft, da er mehr durch Steuern für die Gemeinschaft beiträgt). Denn das Geld muss ja irgendwo herkommen, und das ist gemeinhin der Steuerzahler und zu denen gehören auch viele Leute, die über ein nicht so hohes Bruttoeinkommen verfügen. Von daher hat der Staat sogar die Pflicht (!!) dafür zu sorgen, dass Steuereinnahmen effizient eingesetzt werden. Da kann man wirtschaftliche Aspekte nicht einfach außenvorlassen. Deshalb stimme ich Jawohl zu.
Jenachdem, welcher Ansicht einige Leute sind, werden sie mir jetzt absolut widersprechen oder zustimmen: Das Finanzierung unwirtschaftlicher Studiengänge ist unsozial.
@Grüber Mich würde interessieren, was Sie von den Vorschlägen in meinem Beitrag vom 16.06.2006 23:51:12 halten, das Sie das sicher etwas unverkrampfter beurteilen können. Bzw. vom 18.06.2006 00:45:03:
"[...] Ich finde, dass man Studiengebühren, wenn man sie denn erhebt, nur von Leuten erheben soll, die einen erheblichen (zumindest nennenswerten) (finanziellen) Vorteil durch ihr Studium ziehen. Meiner Meinung nach fängt dies bei 40.000, eher 50.000 Euro an (laut Brutto-Netto-Rechner von http://www.nettolohn.de, Standardeinstellungen ergeben bei 50.000 Euro rund 2150 Euro netto im Monat). Ich denke, dass in diesen Fällen Studiengebühren von 500 Euro (6000 Euro nach 12 Semestern) bei 5% verkraftbar und nicht unsozial sind, da man bei einem Bruttogehalt von 50.000 Euro eventuell schon zu den Besserverdienern gezählt werden kann.[...]"
Halten Sie es für unsozial, wenn ihre Tochter NACH (ab dem Zeitpunkt beginnend, sobald die finanzielle Bedinung verfüllt ist) dem Studium, unter der Voraussetzung, dass sie wenigstens 2.150 Euro netto im Monat verdienen würde, für unsozial, wenn sie 5 Jahre lang 150 Euro im Monat Studiengebühren zahlen müsste? Danach wäre finito.
Jetzt möchte ich doch noch etwas ergänzen:
Mein Vater kann mir auch kaum das Studium finanzieren, demnach bin ich auf Bafög angewiesen. Ich halte es nicht für die Aufgabe des Staates, dass er mir ein Studium schenkt (im Übrigen gibt es keine Geschenke vom Staat, da diese über die Steuer von den Bürgern finanziert werden, von daher ist es doch quasi egal, ob man sein Studium über ein Gebühr teilweise finanzieren muss oder später über die Steuern, die man zahlt). Vielmehr soll er dafür sorgen, dass es auch ohne entsprechenden finanziellen Hintergrund risikofrei möglich ist, ein Studium aufzunehmen und durchzuziehen, wenn man die sonstigen Voraussetzungen mitbringt. Mit ohne Risiko meine ich, dass einem erst die Gebühren auferlegt werden, wenn man es gut verdient (und bisdahin die möglichen fälligen Gebühren nicht etwa anwachsen).
Ich finde, dass man sich weniger GEGEN Studiengebühren im Allgemeinen, als vielmehr DAFÜR einsetzt, dass wenn Studiengebühren kommen (wer glaubt schon ernsthaft, dass man sie verhindern kann), diese sozialgerecht erhobene werden.
Auch könnte man versuchen, Einfluss darauf zu nehmen, wie diese zusätzlichen Mittel verwendet werden.
Daher stimme ich Jawohl Ich ausdrücklich zu: Je mehr man fordert, desto schwieriger wird es, dies Gesamtpaket durchzusetzen.
[Noch eine zusätzliche Sache: Man wird wohl kaum die Forderung nach gleichwertiger Unterstützung von wirtschaftlichen und unwirtschaftlichen Studiengängen mit der Forderung nach mehr "sozial" rechtfertigen können, da entsprechende Absolventen später weniger zur Allgemeinheit beitragen werden.
Hinweis: Ich bin kein BWL-Student. Aber eben auch kein (echter) Geisteswissenschaftler, genauso wenig wie ich Gegner der Geisteswissenschaften bin. Ich halte sie für wichtig. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der Kultur. Jedoch mag man jedoch darüber streiten, wieviele Geisteswissenschaftler das Land braucht. Etwas (nicht übermäßig) Marktorientiertheit schadet da nicht. Dementsprechend sollte man Studiengänge verstärkt fördern, von denen voraussichtlich zukünftig eher ein Mangel an Absolventen bestehen wird.]
Gunnar schrieb:
Wer entscheidet denn, was unter volkswirtschaftlichen Aspekten ein sinnvoller Studiengang ist?
Und die Arbeitsmarktsituation in den nächsten 10 Jahre korrekt einschätzen kann NIEMAND!
Gestern waren Informatiker gefragt, heute Ingenieure, morgen Geisteswissenschaftler...?!
Ich wäre ja dafür, dass Studiengebühren freiwillig sein sollten. Die Befürworter können dann zahlen soviel sie wollen und die sozial Schwachen können trotzdem weiterstudieren.
Eule schrieb:
Naja, Studenten eben.
jo schrieb:
Moe: Der Mailomat ermöglichte den Versand unerwünschte Mails unter Angabe falscher Absenderadressen. Das kann man durchaus als Spam bezeichnen und ließe sich zumindest durch eine Adressverifikation abfedern.
Ob es - darüber hinaus - sinnvoll ist, jedem Politiker, dessen Mailadressen man auftreiben konnte, tausendfach mit einer _vorformatierten Mail_ zu "informieren" ist noch eine ganz andere Frage (Ja, ich finde es reichlich sinnfrei und würde es von der administrative Seite aus als Missbrauch bezeichnen.). Wenn es wenigstens individuelle Mails an einzelne Politiker wären, aber so?
Ich habe Mike übrigens keinen Vorwurf gemacht. Wobei, das undifferenziert geht ja auch nicht gegen mich, oder?
Ute: 60.000(!) Mails sind grundsätzlich geeignet einen privaten Internetzugang (oder auch eine Infrastruktur, wenn z.B. mehrere Adressen @landtag o.ä. angeschrieben wurden) über Stunden oder Tage zu blockieren.
Ich nehme an, dass dieser Seiteneffekt durchaus beabsichtigt war (anderenfalls muss man den Initiatoren Dummheit unterstellen und sie bitte bis auf weiteres nicht in die Nähe vernetzter Rechner lassen.).
Dabei ist es völlig egal, ob es Möglichkeiten (oder "Programme") gibt einen solchen Angriff (und nichts anderes ist das hier) zeitnah zu erden.
Wettrüsten ist hier exakt keine Lösung, das habe ich versucht mit dem Libertad/Demobeispiel oben zu erklären.
Ich bleibe dabei, mit Kommunikation hat der Mailomat exakt nichts zu tun.
Björn schrieb:
Mailomat sofort wieder online stellen und dann mit den Abmahnkosten die Unis finanzieren. Das wäre doch 'ne Alternative.
Jawohl Ich schrieb:
Da kann man sich drüber streiten, weil niemand weiß , was unwirtschaftlich ist.
(Ein Orchideenfach kann sich plötzlich als, sehr wertvoll im wirtschaftlichen Sinne erweisen. Siehe Sinologie e.t.c.)
Und weil die Hochschulen eigentlich auch der Aufrechterhaltung unserer Kultur dienen und nicht nur der Ausbildung für die Wirtschaft. Das haben bisher eigentlich die Fachhochschulen getan (zumindest konzeptionell).
Die klassische Hochschulbildung diente außerdem der Persönlichkeitsbildung des interessierten Menschen, der seine Neugier befriedigte ohne ökonomische Hintergedanken.
Der allgemeinen Kultur bekommt das gut, was man zum Beispiel daran erkennt, dass wir nur eine (relativ Harmlose) Boulevardzeitung haben im ggs. zu den angelsächsischen Ländern ;.P
Wenn man die Forderung nach Unterstützung von wirtschaftlichen Fächern bösartig umdreht könnte man sich fragen, ob man nicht nur Studiengebühren für gerade wirtschaftliche Fächer erhebt? Denn die ganzen Geisteswissenschaftler verdienen ja nicht so viel tragen aber durch ihre Anwesenheit zu einem angenehmen kulturellen Klima bei... ;)
Aber im ernst:
Es ist ja so auch schon ein Risiko etwas zu studieren, was auf dem markt nicht nachgefragt wird. Schließlich verliert man eine menge Zeit, ohne dass diese Zeit durch ein höheres Gehalt ausgeglichen würde.
Trotzdem kommen die meisten Geisteswissenschaftler unter, und wenn es im PR e.t.c ist.
Einen Mag. Phil. studiert man um nachher zu allem Fähig und zu manchem zu gebrauchen zu sein... ;)
erdbeermilch schrieb:
Kommentar hinzufügen