Zur Zeit ist es hier mal wieder so still, weil ich eine lustige Hausarbeit schreibe, die bislang keinen Titel trägt.
In meiner Hausarbeit möchte ich untersuchen, inwiefern das Computerspiel Dispositiv ideologische Effekte vermittelt. Ich greife dabei auf die Apparatus-Theorie von Baudry (verfeinert durch Metz) zurück, die davon ausgeht, dass der Basisapparat des Kinos das Subjekt in einer speziellen Subjektposition verorte, aus der die Welt kohärent erscheine. Das Kino wird insofern auch als Simulationsmaschine verstanden.
Beim Computerspiel herrschen jedoch andere Bedingungen vor: Das Subjekt ist nicht nur passiv-konsumierend, sondern (ich orientiere mich dabei an
Espen Aarseth Perspektive der
cybertexts) leistet non-triviale Arbeit, um den Text zu durchlaufen. Die Aktivität des Benutzers scheint dabei auf den ersten Blick das Eintreten - wie bei Baudry - in einen Regressionszustand zu verhindern. Ob dies tatsächlich so ist oder nicht, wird sich zeigen... ;)
Um dann die genaueren ideologischen Effekte zu analysieren, beziehe ich mich sehr stark auf Texte von
Gonzalo Frasca, der mit seinem Text
Videogames of the Oppressed wichtige Arbeit auf diesem Gebiet geleistet hat... und wenn ich mich nicht gerade mit dieser Hausarbeit rumschlage, bereite ich mein Tutorium zur
VL Einführung in die Medien- und Kommunikationstheorie vor.
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