*röchel*
29.01.2005 - 22:31:34 -
Mike
Nachdem sich vielleicht schon einige gewundert haben, warum ich keine mails mehr beantwortet habe, zu Verabredungen nicht erschienen bin und telefonisch nicht zu erreichen war, hier nun eine kleine Zusammenstellung der Geschehnisse meiner letzten Tage.
Es ist Winter und kalt und nass... Menschen erkälten sich im Winter, soweit nichts ungewöhnliches. Auch mich ereilte das Schicksal der Grippe und ich hüstelte und röchelte so vor mich hin, schlief ein bisschen mehr, besuchte ein bisschen weniger Vorlesungen und dachte mir, dass sich meine Erkältung schon von selbst erledigen würde...
Dies dachte ich bis Mittwoch Abend als meine Erkältung irgendwie schlimmer wurde und ich auch nicht mehr so wirklich viel Luft bekam. Also beschloss ich früh schlafen zu gehen, denn bekanntlich ist Schlaf ja die beste Medizin.
Ich versuchte also zu schlafen, was sich aber als nicht so praktikabel herausstellte, da ich wirklich wenig Luft bekam... Ich lag also ca. 2h lang im Bett und versuchte einzuschlafen... im Laufe der Zeit machte es sich stark bemerkbar, dass anscheinend die Menge von Luft, die ich mit jedem Atemzug noch bekam, irgendwie immer weniger wurde...
Ich verfiel in Panik (das Gefühl keine Luft zu kriegen beim Einatmen ist kein Spass) und rief meine Mutter an, die mir empfahl den Rettungsdienst zu rufen und sich sofort ins Auto schwang, um mir Beistand zu leisten. Da meine Atemnot und zugleich auch meine Panik immer größer wurden, rief ich also auch den Rettungsdienst, der zu meinem Glück in Form von zwei Rettungssanitätern wenige Minuten später bei mir war.
Die beiden Rettungssanitäter kümmerten sich rührend um mich, beruhigten mich (was schon sehr half!), kontrollierten meinen Blutdruck, Puls und Blutsättigungswert. Meine Werte waren zwar keineswegs toll, aber auch noch nicht lebensbedrohlich, also riefen sie mir den ärztlichen Notdienst und verabschiedeten sich wieder mit dem Hinweis, dass ich, sie jederzeit wieder rufen könne, falls sich mein Zustand bis Eintreffen der Ärztin wieder verschlechtere (nachdem die beiden mir eigentlich alleine durch ihre Anwesenheit und ihr professionelles Verhalten einen Grossteil meiner Panik genommen hatten, ging es mir auch schon besser - ich bekam zwar nicht viel Luft, aber doch genug, um alleine auf die Ärztin warten zu können.).
ca. 5 Minuten nach dem Verlassen der Rettungssanitäter geriet ich allmählich wieder in Panik, versuchte aber ruhig zu bleiben, blieb aufrecht sitzen und wartete... Ein paar Minuten später kam dann zum Glück auch schon meine Mutter und wieder einige Minuten später die Ärztin.
Der Ärztin gefiel mein Zustand zwar auch nicht wirklich, aber sah mich auch noch nicht als Notfall an. Sie verabreichte mir also was gegen meine wohl spastische Bronchitis (wie sie diagnostizierte) und verabreichte mir Valium, um mich zu beruhigen, damit ich schlafen kann. Ab der Verabreichung des Valiums sind meine Erinnerungen nur noch recht schemenhaft...
Meine Mutter packte mich ins Auto, wir fuhren zur Apotheke, die zu dieser Zeit Notdienst hatte, sie besorgte mir die Medikamente, die mir die Ärztin verschrieben hatte und fuhren nach Hause...
Dort wurde es dann richtig schlimm..., entweder weil das Valium nicht mehr voll wirkte oder weil mein Zustand wirklich schlimmer wurde oder warum auch immer..., jedenfalls bekam ich mal wieder keine Luft mehr, wurde panisch und machte meiner Mutter klar, dass es mal wieder Zeit für den Notruf wäre. Sie rief also den Rettungsdienst, der dieses mal auch gleich mit Notarzt kam und nur wenige Minuten später stürmten also 4 (!) Leute mein Zimmer, legten mir einen Zugang, gaben mir intravenös sonstirgendwas (was aber half!), verfrachteten mich in einen Rollstuhl und anschliessend in den Rettungswagen und in die Notaufnahme der Uni Klinik Giessen, wo mir gleich nochmal viel mehr fieses Zeug intravenös verabreicht wurde...
(ab hier erinnere ich mich echt nur noch an sehr wenig...)
ich verbrachte also die Nacht auf dem Flur der Notaufnahme, lies etliches Zeug in mich reintropfen, hatte einen Schlauch mit Sauerstoffzufuhr in meiner Nase und war froh wieder halbwegs atmen zu können, auch wenn ich mich dabei hundeelend fühlte, mir extrem übel war und ich immer noch Angst hatte...
Bis Freitag Mittag verbrachte ich meine Zeit in der Notaufnahme, bekam regelmäßig Antibiotika intravenös oder oral verabreicht, wurde sehr oft täglich auf Blutdruck, Puls, Blutsättigung, etc. kontrolliert, liess meine Lunge röntgen und wurde dann also Freitag Mittag aus der Notaufnahme entlassen.
Diagnose:
spastische Bronchitis mit Asthmaanfall.
Momentan fühle ich mich sehr schlapp (und/oder übel), schlafe recht viel, nehme recht fiese Antibiotika (daher wohl auch das 'schlapp-fühlen', die Übelkeit und der viele Schlaf) und werde am Montag wieder in die Klinik gehen, um mich ambulant weiterbehandeln zu lassen.
Nebenbei versuche ich noch irgendwie mein Studium nicht ganz aus den Augen zu verlieren, muss mich aber wohl damit abfinden, dass ich zumindest einen Schein dieses Semester wohl nicht kriegen werde (Praktische Informatik I), da leider nicht alle Dozenten Nachschreibeklausuren anbieten..., was mir aber momentan auch relativ egal ist, da mein oberstes Ziel erstmal ist wieder gesund zu werden und sicherzustellen, dass sich sowas nie wieder wiederholt..., denn ich glaube, dass diese Nacht definitiv meine 'worst one' war und ich wohl noch nie so viel bzw. so stark Angst hatte...
Ich habe also aufgehört zu rauchen (und das wird bis auf weiteres auch erstmal so bleiben) und nehme fleissig mein Asthmaspray (nein, ich wusste vorher nicht, dass ich anscheinend Asthma hab) und ruhe mich aus...
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Kommentare
Thomas schrieb:
Moe_ schrieb:
Bist du heute noch in GI?
Hezekiel schrieb:
Falk schrieb:
Bane/Stefan schrieb:
Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute und eine schnelle Genesung!
p.s. bleibt bei deiner Rauchfreiheit
Manu schrieb:
Gute Besserung!
jarquaia schrieb:
so wie dir ging es mir damals mit meinem Blinddarm. Ich dachte auch, dass die Bauchschmerzen schon verschwinden würden, bis es nicht mehr ging, ich den Notruf rufen liess und mir dieses Ding in einer Notfalloperation! kurz vorm platzen entfernt wurde.
Dies war meine schlimmste Nacht dieses Lebens... .
Willkommen im Leben und Gute Besserung
jar
PS: Ich hoffe, du darfst noch Bier trinken, Junge ;-)
irish schrieb:
Sieh's positiv: Es kann nur besser werden ;)
Kai schrieb:
Aber mach mal dass de Wieder fit wirst... ist ja schließlich bald Frühling....!!!!
Also gute Besserung Bub!
Alexander schrieb:
Andy schrieb:
gute BESSERUNG Mikey
orko schrieb:
Hast du jetzt richtig Astma, so mit diesem Fläschen, das man mit sich rumtragen muss?
Da lebst du jahrelang drogenfrei und dann bekommst ein zwei tagen soviel Drogen wie andere in ihrem leben nicht.
Timm schrieb:
also, wie requested, die Inhalte der Info-Klausur:
Multiple Choice, ähnlich wie in der alten Klausur,
Abstrakte Klasse SyntaxBaum mit konkreten Unterklassen,
Mehrere Rekursionsaufgaben,
Nen Bufferedreader, der mehrere hintereinander auftretende Leerzeichen eliminiert,
Array aufgaben basierend auf der Lena aufgabe (einmal ein Histogramm, einmal das Bild auf den Kopf stellen)
Und an mehr kann ich mich grad nicht erinnern....
so long...
E.Derzapf schrieb:
P.S.:Ich hab dir eMail geschickt!
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