"Nach Schütz ist die Ich-Du-Beziehung, die eines Ich zu einem Du, konstitutiv für den sinnhaften Aufbau der sozialen Welt. Diese intersubjektive Beziehung ist aber nicht sprachlich fundiert, sondern die Sprache hat ihr Fundament in der intersubjektiven Beziehung zwischen einem Ich und einem Du, zwischen Ego und Alter. Dies ergibt sich aus der phänomenologischen Prämisse, dass alles Sprachliche sich auf vorsprachliche Bewusstseinsintentionalitäten zurückführen lasse."
[
Schützeichel, Rainer (2004): Soziologische Kommunikationstheorien, Konstanz: UVK. S. 127]
Mmmmhhh..., was kann das denn nur heissen?
Momentan sitze ich (so wie die letzten Tage und auch die kommenden) an meiner Vorbereitung zu meiner Zwischenprüfung im Magister Hauptfach
Medienwissenschaft an der
Philipps-Universität Marburg. Ich führe meine Vorbereitung wohlgemerkt online im
Experimentellen Wiki in der
Kategorie:Medientheorie. Inhaltlich gehts um verschiedene
Kommunikationsmodelle und Theorien schlauer Köpfe, wie
Alfred Schütz,
George Herbert Mead,
Erving Goffman und
Pierre Bourdieu.
Falls jemand mal reinschauen möchte und hilfreiche Ratschläge oder Links hat, bin ich dankbar.
Aber kommen wir nun zu obigem Zitat:
Also der phänomenologischen Prämisse kann ich ja noch folgen: Man kann nix sagen, was man nicht vorher gedacht hat. In Schütz Terminologie: Ohne Um-Zu-Motiv wird man nicht sprechen.
Ich verstehe allerdings nicht, wieso daraus folgert, dass "die Sprache ihr Fundament in der intersubjektiven Beziehung" habe. Ich meine, das eine hat doch nichts mit dem anderen zu tun, oder?
Da find ich
Lias Argumentation, dass Sprache ihr Fundament in der intersubjektiven Beziehung habe, weil eine Person alleine gar keine Sprache bräuchte, plausibler. Auch der erste Satz ist für mich nicht nachvollziehbar. Wer kann helfen???
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Kommentare
umo schrieb:
Moe schrieb:
"Diese intersubjektive Beziehung ist aber nicht sprachlich fundiert, sondern die Sprache hat ihr Fundament in der intersubjektiven Beziehung zwischen einem Ich und einem Du, zwischen Ego und Alter."
Diese Beziehung zwischen jeweils zwei Personen entsteht nicht durch die Sprache selbst sondern "vorher", dennoch ist Sprache in diesem Beziehungsrahmen angesiedelt, da man sonst eben nicht kommunizieren müsste?
Ist aber in der Tat hammerhart formuliert, vor allem dieser eine Satz.
Mike schrieb:
"Schütz sagt, dass die Ich-Du-Beziehung konstitutiv für den sinnhaften Aufbau der sozialen Welt ist. Diese intersubjektive Beziehung zwischen Ego und Alter ist aber nicht sprachlich fundiert, das betont Schütz sehr, sondern "vorsprachlich". Die Sprache hat also ihr Fundament in der intersubjektiven Beziehung zwischen Ego und Alter, um Kommunikation zu ermöglichen."
?
David schrieb:
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