"Früher war Schubladendenken böse. Da gab es diese oberflächlichen Idioten, die einen in die Schublade "verwöhntes Einzelkind" gesteckt haben, nur weil man von Papa zum Abitur einen Golf II geschenkt bekam. Mittlerweile ist das anders. Heute stempelt man sich selbst ab, freiwillig. Schubladen werden benutzt, um sich auszudrücken, zu positionieren und zu definieren. Forum dafür ist der deutsche Abklatsch der amerikanischen Netzwerkseite Facebook: das Studiverzeichnis(StudiVZ)."
[
Gruppen im StudiVZ: 'Vegetarier essen meinem Essen das Essen weg' - UniSPIEGEL - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten]
Viel schlimmer als das angebliche Schubladendenken im
StudiVZ (Studenten sind ja auch nur Menschen), finde ich das völlig fehlende Bewusstsein in Bezug auf Datenschutz oder den Wert der personengebundenen Informationen. Ich wüsste echt mal zu gerne wieviele Studenten (egal aus welchem Fach) noch etwas mit dem Begriff "
informationelle Selbstbestimmung" anfangen können und mir erläutern können, warum es
nicht in Ordnung ist, wenn ich Firmen (oder meiner Regierung) erlaube x-beliebige Daten über mich zu sammeln. Wenn mir selbst die angebliche intellektuelle Elite dieses Landes das nicht erklären kann, dann ist das auf keinen Fall ein gutes Zeichen...
Zum Fall studivz kann ich nur meinen alten Bekannten
Walter Sobchak zitieren: "I'm talking about drawing a line in the sand, Dude. Across this line, you DO NOT..."
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