Wie
marburgnews, die online-Zeitung für Marburg,
schreibt, scheint es mit dem HR zur Zeit schlecht zu stehen. Explizit wirft marburgnews dem HR vor, studentische Protestaktionen absichtlich zu ignorieren, also eine "innere Zensur" durchzuführen. marburgnews verwundert dies auch gar nicht, hat der hessische Ministerpräsident Roland Koch doch frühzeitig nach seiner Wahl den HR mit seinen Schergen unterwandert, indem er sie in Ämter dort einsetzte.
"Selbstverständlich ist in diesem regierungstreuen Rundfunk dann auch keine Rede vom Verfassungsbruch, den die hessische Landesregierung mit der geplanten Einführung von Studiengebühren begeht. Der Abbau von 1.400 Stellen am Universitätsklinikum Gießen und Marburg ist dem HR auch kaum der Rede wert."
[
Politik: marburgnews-Texte vom Mai 2006]
Wenn man sich den heutigen Artikel zum Landesparteitag in Wiesbaden durchliest, so wird dieser Eindruck nur verstärkt: so ist lediglich von 800 Demonstranten die Rede (meine eigene Schätzung wäre eher, dass wir zwischenzeitlich 1500 waren), eine Zahl, die aus Polizeiangaben stammt. Das sowohl HR als auch die Polizei lieber niedrigere Zahlen verbreiten, dürfte nicht verwundern.
Wie ich an anderer Stelle schon schrieb, ist es keineswegs verwunderlich, dass die Medien (vor allem wenn sie staatlich sind) gar nicht interessiert sind an einer Berichterstattung, die sich gegen Politiker in Führungspositionen ausspricht.
Tags: Demonstration, Studiengebühren, Wiesbaden, HR.
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