Wie ich gerade
auf golem.de las, gibt studivz nun Ermittlungsbehörden ohne richterlichen Vorbehalt Daten. Da muss man sich doch ernsthaft fragen, ob die Gründe im studivz bleiben (
ich wurde ja rausgeschmissen) und die
Datenkrakerei seitens der Plattform-Betreibenden noch in irgendeinem gesunden Ausmaß zueinander stehen.
Als Gründe nennt der StudiVZ-Boss Riecke "Jugendschutz, Beleidigung, Volksverhetzung, Verletzungen von Persönlichkeitsrecht zum Beispiel durch Fake-Profile.", was ja durchaus alles ernst zunehmende Themen sind... so ernst zunehmend, dass es doch jeder Ermittlungsbehörde ein leichtes sein müsste für Ermittlungen einen richterlichen Wisch zu bekommen, sollte man meinen. Das Ermittlungsbehörden versuchen ohne richterlichen Beschluss an Daten zu bekommen, ist zwar nicht wünschenswert, aber aus Sicht der Ermittler noch nachvollziehbar. Das die Betreiber von Plattformen allerdings bei sowas mitmachen, obwohl sie es nach Gesetzeslage nicht müssten, ist einfach nur krass und zeigt eindeutig, dass es absolut kein Bewusstsein mehr bezüglich des Themas Privatsphäre gibt und der Kunde grundsätzlich immer der Arsch ist.
Was ich mich jetzt frage, ist, wie das Anbieter anderer Plattformen machen... wie läuft das wohl beispielsweise auf
xing.com oder bei Bloghostern?
ich würde ja mal vermuten, dass es dort besser läuft..., aber mit dem Studipack kann mans halt machen, weil aufgrund der finanziellen Situation der meisten Studierenden, die Chance, dass mal einer klagt, eher gering sein dürfte...
Technorati Tags: StudiVZ, Datenkrake, Datenschutz, Riecke, Privatsphäre
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Kommentare
Jens schrieb:
Wie auch immer muss ja jeder selbst wissen ob er da Mitglied sein möchte. Bei Xing ist denke ich das Problem nicht so groß, da man da ja keine Bilder hochladen kann und die meisten sich bewußt sind, dass sie dort für ihre Karriere registriert sind. Beim SVZ ist das ja meist nicht so, den meisten Mitgliedern wäre ihr Portal nach Aussen hin eher peinlich.
Aber bei Xing gab's vor paar Monaten auch großes Geschrei wegen der auf Profilseiten eingeblendeten Werbung… da ist Xing auch zurückgerudert.
Mike schrieb:
Xing war auch nur ein Beispiel, man könnte genauso gut lokalisten.de oder youtube oder wasauchimmer nehmen...
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