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Zeitansage
27.11.2007 - 08:05:45 - Mike
Es ist 8.04 Uhr.

Das Computerspiel-Dispositiv
23.11.2007 - 11:19:39 - Mike
Letztes Semester habe ich eine Hausarbeit mit dem Titel "Das Computerspiel-Dispositiv" im Rahmen meines medienwissenschaftlichen Hauptseminars "Psychologische Modelle der Filmwissenschaft" bei Herrn Dr. Peter Riedel geschrieben.
Die Hausarbeit ist als .pdf Datei hier erhältlich. Anmerkungen, Anregungen oder Kritik sind willkommen.
Vielen Dank an alle, die rege mit mir Gedanken ausgetauscht und/oder Korrektur gelesen haben. :)
Die Arbeit ist unter einem "Namensnennung-NichtKommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 Deutschland" Lizenzvertrag lizenziert. Um die Lizenz anzusehen, gehen Sie bitte zu http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/de/ oder schicken Sie einen Brief an Creative Commons, 559 Nathan Abbott Way, Stanford, California 94305, USA.
Tags: Computerspiel, Dispositiv, Baudry, Mosel, Münsterberg, Zuschauer, Aarseth, Regression, Flow, Ideologie, cybertext, Apparatus.
1 Einleitung
In den 1970er Jahren gewann die psychoanalytische Filmtheorie eine neue Richtung. Jean-Louis Baudry, Christian Metz und Laura Mulvey konzentrierten sich nicht länger auf den filmischen Text, sondern legten ihren Schwerpunkt auf das Kino als technische Apparatur. Baudry und Metz benutzten zu einem hohen Maße Erkenntnisse aus der Psychoanalyse, um ihre theoretische Position zu untermauern und gelten als Begründer der sog. Apparatus-Theorie. Ihre grundlegende These war, dass das Kino aufgrund seiner technischen Grundlage bereits bestimmte ideologische Effekte produziere und so den Zuschauer in einer bestimmten Subjekt-Position verorte.
In dieser Hausarbeit möchte ich die Apparatus-Theorie benutzen, um das Dispositiv Computerspiel näher zu betrachten und evtl. auftretende ideologische Effekte zu analysieren. Dabei wird – ganz im Geiste Baudrys –von konkreten Inhalten abstrahiert und lediglich das Dispositiv betrachtet. Dafür werde ich im Folgenden zuerst die Apparatus-Theorie Baudrys vorstellen und ebenfalls kurz auf die bereits früh geäußerten aber sehr weitsichtigen Gedanken Münsterbergs zum Kino und Filmbetrachten eingehen.
Ausführlicher werde ich mich danach der Beschreibung des Dispositivs widmen, die sich stark an Hugo Münsterbergs Text „Das
Lichtspiel“ (Münsterberg 1996) orientiert. Münsterbergs Text zeichnet sich dadurch aus, schon sehr früh eine relativ detaillierte Darstellung der Wirkungsmittel des damals neuen Mediums zu liefern. Speziell werde ich darauf eingehen, inwiefern sich die Darstellungsmöglichkeiten des Computerspiels zum Film unterscheiden, welche Auswirkungen dies auf den „Zuschauer“ hat und was die spezifischen Mittel des Computerspiels sind und wie sie wirken.
Danach werde ich näher auf die Rolle des „Zuschauers“ eingehen, da sich seine Position auf den ersten Blick im Computerspiel-Dispositiv maßgeblich von der des Zuschauers im kinematographischen Dispositiv unterscheidet. Hierfür werde ich auf das Konzept der ergodischen Literatur von Espen Aarseth zurückgreifen, das sich dadurch auszeichnet, dass es von einem sehr aktiven Zuschauer ausgeht.
Nach dieser Beschreibung werde ich schließlich die Apparatus-Theorie auf das Dispositiv des Computerspiels anwenden. Ich werde genauer betrachten, ob und wenn ja, inwiefern ein Eintreten in den Regressionszustand beim Spielen am Computer möglich ist und skizzieren welche ideologischen Effekte dabei womöglich auftreten könnten.
Die Hausarbeit ist als .pdf Datei hier erhältlich. Anmerkungen, Anregungen oder Kritik sind willkommen.
Vielen Dank an alle, die rege mit mir Gedanken ausgetauscht und/oder Korrektur gelesen haben. :)
Die Arbeit ist unter einem "Namensnennung-NichtKommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 Deutschland" Lizenzvertrag lizenziert. Um die Lizenz anzusehen, gehen Sie bitte zu http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/de/ oder schicken Sie einen Brief an Creative Commons, 559 Nathan Abbott Way, Stanford, California 94305, USA.
Tags: Computerspiel, Dispositiv, Baudry, Mosel, Münsterberg, Zuschauer, Aarseth, Regression, Flow, Ideologie, cybertext, Apparatus.
Bioshock und der Neoformalismus
20.11.2007 - 21:23:09 - Mike
"Es wirft einem immer wieder kleine Brocken hin. Hier eine Tonbandaufnahme, dort ein Plakat an der Wand, dazu Funksprüche, kuriose Räumlichkeiten." schreibt Chris auf d-frag und beschreibt damit sehr schön wie das Computerspiel Bioshock die mise-en-scène benutzt, um seine Fabula voranzutreiben. Ich benutze hier absichtlich den Begriff der Fabula aus der neoformalistischen Filmtheorie, da ich denke, dass die Art und Weise mit der der Neoformalismus beschreibt wie Narration in Filmen die Fabula eines Films vermittelt, hilfreich sein kann.
Doch vorher muss dieser Prozess kurz erklärt werden: [Mehr!]
Doch vorher muss dieser Prozess kurz erklärt werden: [Mehr!]
Schallende Ohrfeige für Uni Präsidenten Nienhaus (Marburg)
20.11.2007 - 16:54:25 - Mike
"Die folgende Geschichte spielt nicht in der DDR. Sie zeugt davon, wie durch bare Frechheit und entschlossenen Dilettantismus vorzüglich aufgestellte Fächer ruiniert und Universitäten beschädigt werden. Ihr Verfasser kann über die Vorgänge berichten, weil er seit kurzem in einem anderen Bundesland als Hessen lehrt.Quelle: FAZ - Wie ein Studienort zerstört wurde
Erster Akt: Moskauer Redensarten. Alles begann so: Unser Hochschulpräsident ist relativ frisch im Amt. Er kommt von einer anderen Universität. Eine seiner ersten Auslandsreisen führt ihn zur 250-Jahr-Feier unserer Partneruniversität, der Lomonosov-Universität, nach Moskau. Als Vertreter des Faches Osteuropäische Geschichte und als Beauftragter des Präsidenten für diese Partnerschaft, zugleich Dekan, begleite ich ihn. Als einzigem westeuropäischen Hochschulpräsidenten in der erlauchten Gesellschaft hoher Vertreter von Universitäten rund um den Globus geben die protokollbewussten Russen dem Marburger Präsidenten Volker Nienhaus das Wort. Die Beziehungen der Universitäten sind vorzüglich. Nienhaus verspricht Stabilität und Ausbau.
Zu diesem Zeitpunkt hat er bereits beschlossen, die Osteuropafächer abzuschaffen. [...]"
Dieser Beitrag ist auch im Protest-Blog Gegen Studiengebühren und Bildungsabbau in Hessen erschienen.
Tags: uni, marburg, nienhaus, politik, osteuropa, osteuropazentrum.
right now...
19.11.2007 - 17:47:35 - Mike
Ich installiere auf meinem 200,00 EUR (ebay sei Dank) Notebook Xubuntu. Es geht voll ab.
Einführung in die Systemtheorie
15.11.2007 - 19:24:20 - Mike
"[...] Wenn man radikal formuliert, kann man sagen, dass Erkenntnis nur möglich ist, weil es keine Beziehungen, keine operativen Beziehungen zur Umwelt gibt. Darüber können Sie lange nachdenken. Erkenntnis ist nicht nur möglich, obwohl, sondern weil das System operativ geschlossen ist. Es kann mit seinen erkennenden Operationen nicht in die Umwelt ausgreifen, sondern es muss stets innerhalb des Systems Anschlüsse, Folgerungen, nächste Erkenntnisse, Rückgriffe auf das Gedächtnis und so weiter suchen. [...]"[Luhmann, Niklas (2006): Einführung in die Systemtheorie, ]
Schreibt Niklas Luhmann in seinem Buch Einführung in die Systemtheorie, um die These operativer Geschlossenheit von Systemen zu erläutern.
Das Buch ist die Verschriftlichung einer von Luhmann gehaltenen Einführungsvorlesung in die Systemtheorie und war für mich seinerzeit die einzige Möglichkeit der Theorie Luhmanns näher zu kommen, diese tatsächlich zu verstehen und eine sehr gute Hausarbeit zu schreiben.









